Ausgebrannt: Hauptgruppe II startet Wiener Gesundheitskampagne
"Es ist Zeit für Menschlichkeit!"
Mit einem Aufruf zur Menschlichkeit startete die Hauptgruppe II (HG II) der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) am Abend des 14. September mit mehr als 1.500 UnterstützerInnen in Wien ihre Gesundheitskampagne zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse im Gesundheitssektor. "Die Beschäftigten in den Spitälern, Pflegewohnhäusern und Dienststellen brennen gerade aus. Wir wollen den Patienten mit unserem ganzen Können und Wissen helfen. Aber mit den Kürzungsplänen werden uns hier Steine in den Weg gelegt. Weitere Einsparungen wird das Gesundheitssystem nicht mehr ertragen", beschreibt Bernhard Harreither, Vorsitzender der HG II, die Situation. "Die Kraft der Unterstützung, wie auch der Ernst der Lage zeigen sich in den Ergebnissen der Protest-Befragung."
Mit der Gesundheitskampagne macht die HG II die breite Öffentlichkeit auf die Zustände im Wiener Gesundheitssektor aufmerksam. Der Arbeitsdruck für das Personal hat aufgrund von Streichungen und unterlassenen Nachbesetzungen eine unerträgliche Dimension erreicht. Die HG II und ihre Mitglieder sehen keine andere Möglichkeit zur Rettung des Wiener Gesundheitssystems, als mit einer Kampagne aktiv zu werden. "Wir müssen den Einsparungen ein Ende setzen. Wir wollen den Patienten helfen, dazu müssen wir gesund bleiben", erläutert Bernhard Harreither.
Nach dem abgelaufenen Countdown wurde die Kampagnen-Webseite www.gesundheitskampagne.at gelauncht. Hier werden in den nächsten Tagen und Wochen die Aktionen der Beschäftigten zusammenlaufen. Alle Wienerinnen und Wiener können sich online über die neuesten Entwicklungen und Aktionstermine der Kampagne informieren und sich dem "Wiener Appell" der HG II anschließen. Das Ziel ist die Rettung des Wiener Gesundheitssystems.
Ergebnisse der Protest-Befragung unter den HG II Mitgliedern:
Von 20.000 befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben bis heute mehr als 10.000 ihre Fragebögen retourniert. Über 99% unterstützen die Forderungen der HG II, über 80% erklären sich zu betrieblichen und öffentlichen Protesten bereit, mehr als zwei Drittel können sich auch eine Streikbeteiligung vorstellen.
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