Flugrettung - ÖAMTC fliegt womöglich länger
Wien, 19.11.2010
Das Innenministerium (BMI) hat die Ausschreibung von sieben Flugrettungs-Standorten nach der Vertragskündigung durch den ÖAMTC widerrufen. Die davon betroffenen Bundesländer Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten basteln seit Monaten an eigenen Lösungen. BMI und ÖAMTC verhandeln derzeit über eine Zwischenlösung bis die Länder eigene Systeme auf die Beine gestellt haben.
Flugrettungs-Chef Reinhard Kraxner sprach gegenüber der APA von einer Verlängerung der Verträge um sechs Monate bis Ende Juni 2011. Vonseiten des Ministeriums gab man sich dazu noch bedeckt. "Es laufen Gespräche", sagte Sprecher Rudolf Gollia. Ob der ÖAMTC ab 1. Jänner noch für sechs Monate weiterfliegt, ließ der Sprecher offen.
Die Flugrettung in Österreich wird 2011 auf teilweise neue (alte) Beine gestellt. Für die Patienten wird kaum ein Unterschied zu spüren sein, weil weiterhin der ÖAMTC die Einsätze abwickeln wird. Sein Vertragspartner ist dann allerdings nicht mehr der Bund, sondern das jeweilige Bundesland, dass das System mitfinanzieren soll.
An der BMI-Ausschreibung für die Standorte Innsbruck und Lienz, Graz und Aigen im Ennstal, Stadt Salzburg, Linz-Hörsching und Klagenfurt hat bis auf den ÖAMTC niemand teilgenommen. Der Club hat allerdings kein ausschreibungskonformes Angebot gelegt, weil er die Finanzierung des Systems zur Bedingung stellte. Der Bund hatte aber lediglich eine Dienstleistungskonzession ausgeschrieben, bei der es sich rein um die Berechtigung handelte, Rettungsflüge durchführen zu dürfen. Die Finanzierung hätte dabei der Betreiber tragen müssen.
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