Einheitliche Patientenumfrage in Spitälern

Wien, 22.11.2010

Erstmals wird es in Österreich eine einheitliche und sektorenübergreifende Patientenbefragung in den Spitälern geben. 140.000 Personen sollen daran teilnehmen. Die Befragung wird vom Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG), einem Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), in Kooperation mit 49 Krankenanstalten durchgeführt. Auftraggeber ist das Gesundheitsministerium, hieß es in einer Aussendung.

"Unser Ziel ist es, die Qualität in unseren Krankenhäusern zu fördern und die Abläufe zwischen den Versorgungsbereichen für Patientinnen und Patienten zu verbessern", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger. "Mit der Beantwortung der Fragebögen können uns die Patientinnen und Patienten ihre Erwartungen und Erfahrungen mitteilen und uns helfen, eine echte Verbesserung in der Versorgung erzielen zu können", so Arno Melitopulos, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH.

Insgesamt werden ab November rund 140.000 Fragebögen an die Patientinnen und Patienten durch die Krankenanstalten im Rahmen des Abschlussgesprächs nach einer Aufnahme ausgeteilt. Jeder dieser anonymen Fragebögen enthält 67 Fragen. Zur Bewertung stehen neben der ärztlichen Behandlungsqualität auch hausinterne Prozesse wie das Aufnahme- und Entlassungsmanagement sowie die Nachbetreuung.

Die Rückantwort erfolgt an die Gesundheit Österreich GmbH. Die ersten Ergebnisse sollen bis zur Jahresmitte 2011 vorliegen. Die Auswertungen werden für jede Krankenanstalt bis auf die Abteilungs- oder Stationsebenen durchgeführt. In weiterer Folge sei geplant, dass die Patientenbefragung auf andere Gesundheitsversorgungsbereiche ausgeweitet werde, um somit die Basis für eine wirkungsvolle integrierte Versorgung zu schaffen.

Hinweis: