E-Card-Missbrauch: 1,2 Mio. Euro Schaden in Wien
Wien, 15.02.2011
Nach einer zweijährigen Pilotphase nimmt in Wien ein Sonderteam der Gebietskrankenkasse seine Arbeit auf, das Betrugsfälle aufspüren soll. Schon die Eingangsphase war offenbar erfolgreich: 2009 und 2010 wurden laut "Kurier" insgesamt fast 1.000 Verdachtsfälle mit E-Cards unter die Lupe genommen, bei 325 wurde eine missbräuchliche Verwendung festgestellt.
Der Schaden soll rund 1,2 Mio. Euro betragen. Nicht immer sei Betrug im Spiel, manchmal würden Betroffene auch aus Unwissenheit handeln, heißt es in dem Bericht. Doch es gibt auch vorsätzlichen Missbrauch. Etwa jeder vierte Fall betraf die Weitergabe der E-Card an nicht versicherte Personen. Auch Ärzte sind laut "Kurier" ertappt worden, etwa solche, die nicht erbrachte Leistungen in Rechnung stellten. Eine Sonderabteilung zur Prüfung verdächtiger Fälle gibt es laut dem Bericht bisher nur in Wien. Ihr gehören fünf Mitarbeiter der WGKK an.
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