Streit um Lohnkürzung bei Sozial Global beigelegt

Wien, 07.03.2011

Der Streit um Lohnkürzungen beim Wiener Pflegedienstleister Sozial Global ist beigelegt. Betriebsrat und Vorstand einigten sich auf einen Kompromiss für neue Dienstverträge, der den Erhalt der rund 800 Arbeitsplätze ermöglicht. Geplante Änderungskündigungen von 385 Mitarbeitern waren schon zu Beginn der Verhandlungen zurückgezogen worden.

Beide Seiten begrüßten in Aussendungen die ausverhandelte Lösung. Die Gewerkschaft ist zufrieden, dass ein Großteil der Regelungen aus dem Altschema erhalten bleibe. Die vom Arbeitgeber angedachten Einkommenskürzungen seien erheblich reduziert worden, betonte der Wiener vida-Landesgeschäftsführer Thomas Stöger. Die vereinbarten Änderungen bei einzelnen Zulagen seien "gerade noch vertretbar". Die Beschäftigten hätten nun bis 21. März Zeit, zu entscheiden, ob sie unter den neuen Bedingungen weiter im Unternehmen bleiben wollen.

Die Arbeitgeber-Seite betonte, dass "beide Seiten aufeinander zugangen" seien. Sozial Global-Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Wiery freute sich über den gefundenen "gemeinsamen Weg". Der Kompromiss ermögliche es, auch unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen 800 Arbeitsplätze zu sichern, betonte Nicole Krotsch, die Vorsitzende des Trägervereins.