Spitalsumfrage in Österreich: Die Fakten

Wien, 02.08.2011

In 49 Spitälern in sieben Bundesländern wurden in der ersten praktisch bundesweiten Aktion rund 22.000 Patienten über ihre subjektiven Erlebnisse und Einschätzungen im Krankenhausbereich befragt. 19.134 der Fragebögen wurden ausgewertet. Hier einige Detaildaten:

- 96,6 Prozent waren mit ihrem Krankenhausaufenthalt sehr zufrieden oder eher zufrieden. Rund 80 Prozent waren sehr zufrieden. Der Anteil der Patienten, die mit dem Krankenhausaufenthalt sehr zufrieden waren, schwankte im Krankenhausvergleich zwischen 63 und 95 Prozent.

- Die Wahrnehmung, dass durch den Krankenhausaufenthalt keine bzw. nur eine geringe Verbesserung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat, schwankte in der Häufigkeit zwischen 4,3 und 24 Prozent.

- Rund 23 Prozent der Patienten kamen mittels Überweisung durch den Hausarzt, 42 Prozent wurden vom Facharzt und fünf Prozent von einem anderen Krankenhaus überwiesen. Ohne Überweisung kamen 13 Prozent der Patienten, 17 Prozent waren Notfälle, für die natürlich eine Überweisung wegfällt.

- Im Durchschnitt gaben 47 Prozent an, dass Untersuchungen, die kurz vor dem Aufenthalt gemacht wurden, im Spital wiederholt wurden.

- Rund 25 Prozent der nach eigener Angabe lebensgefährlich kranken oder verletzten Patienten warteten zwischen ein und drei Stunden, bis sie erstmals von einem Arzt untersucht oder behandelt wurden.

- Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegepersonal empfanden zwischen 52 und 80 Prozent als sehr gut.

- Zwischen sieben und 27 Prozent der Patienten gaben an, keine ausreichende Information erhalten zu haben, bei welchen Zeichen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sie einen Arzt aufsuchen sollten.

- Nur rund 50 Prozent der Patienten, welche nach dem Krankenhaus Unterstützung brauchten (z. B. Hilfsmittel, soziale Dienste), hatten eine Ansprechperson, die sich um die Organisation der Nachbetreuung kümmerte.

- Krankentransport: Rund 35 Prozent der Patienten mit einem sehr schlechten Gesundheitszustand warteten zwischen ein und drei Stunden auf einen Krankentransport; rund 18 Prozent mit sehr gutem Gesundheitszustand warteten zwischen ein und drei Stunden. Hier sind allerdings primär die Krankenkassen gefordert, welche die Transporte zahlen.