Schutz für ArbeitnehmerInnen vor Verletzungen durch Nadelstiche und scharfe Instrumente
In den EU-Staaten verletzen sich pro Jahr rund eine Million Beschäftigte durch Nadeln oder andere scharfe Instrumente. Diese Verletzungen führen zu teilweise schweren gesundheitlichen Folgen. Aus diesem Grund hat die europäische Kommission die Sozialpartner EGÖD (Europäischer Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst) und HOSPEEM (Europäische Arbeitgebervereinigung für Kliniken und Gesundheitswesen) ersucht, Verhandlungen über einen gemeinsamen Vorschlag für eine rechtsverbindliche Richtlinie zur Vermeidung von Verletzungen zu führen. Seitens des ÖGB wurde ich in das Verhandlungsteam der EGÖD nominiert. Erstmals in der Geschichte der EU ist es gelungen, eine Einigung zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen auf europäischer Ebene im Rahmen des „Sozialen Dialoges“ zu erzielen. Das Verhandlungsergebnis wurde bereits vom zuständigen EU-Kommissar Stickler unterzeichnet und muss nun von der Kommission als Durchführungsrichtlinie beschlossen werden. Danach wird diese Vereinbarung im Interesse der ArbeitnehmerInnen zum EU-Gesetz und in allen Staaten umgesetzt. Sie finden den Text unter Download.
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- Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES zur Durchführung der von HOSPEEM und EGÖD geschlossenen Rahmenvereinbarung zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe/spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitssektor