Organisierter Arbeitskonflikt

Der kollektive industrielle Konflikt besteht zwischen zwei Gruppen der Gesellschaft - Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
Wenn mehrere Menschen ein Verlangen gemeinsam äußern, hat es bessere Chancen auf Verwirklichung als der Wunsch des Einzelnen. Durch solidarische Verabredung (im eigenen Betrieb und/oder in verschiedenen Betrieben - überbetrieblich) können sie den Arbeitgeber unter Druck setzen. Da der Kapitalseigner und Produktionsmittelbesitzer bei guter Geschäftslage am Halten der Arbeitskräfte interessiert ist, ist er oft zu einem gewissen Entgegenkommen bereit. In der Vorbereitungsphase der Industrialisierung überwogen vielfach wahllose und von lokalen Erfordernissen bestimmte spontane Sabotageakte, Proteste und Unruhen. Später wurden diese Kämpfe zunehmend zentral gesteuert. Denn kollektiv ausgetragene Konflikte sind Erfolg versprechender als individuell ausgetragene.

Streik
Die wichtigste Form des kollektiven industriellen Konflikts ist der Streik.
Die Möglichkeit, die Arbeit zu verweigern, der Streik, ist die schärfste Waffe der Arbeitnehmer in den Auseinandersetzungen.

Er wird nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn
+ Verhandlungen und Beratungen mit den Vertretern der Unternehmerverbände keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringen und
+ ein demokratischer Beschluss der Gewerkschaft vorliegt.

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