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Juli 2016

ÖGB unterstützt Bankomatgebühr-Verbot

Die Menschen bezahlen ohnehin für die Kontoführung

„Ohne Bankkonto bekommt man heutzutage keinen Job mehr. Millionen ArbeitnehmerInnen sind also auf die Banken angewiesen. Sollten die wirklich auf die Idee kommen, diese Zwangslage auszunutzen und für Abhebungen an den Bankomaten zu kassieren, dann ist ein gesetzlicher Eingriff der richtige Weg“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Oder sollen sich die ArbeitnehmerInnen Lohn oder Gehalt wieder im Sackerl auszahlen lassen?“

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Mittlerweile hat Sozialminister Alois Stöger einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der am 1. Jänner 2017 in Kraft treten könnte. Allerdings sperrt sich die ÖVP gegen diese Novellierung des Verbraucher-Zahlungskontogesetzes. Auch die Banken sind gegen ein Verbot, „Transparenz und Kennzeichnungspflicht würden ausreichen.“

Das Thema war aktuell geworden, weil ein Bankomatbetreiber – Euronet – eine Abhebegebühr von 1,95 Euro einführte. Bernhard Achitz kritisiert, dass die Banken jahrelang alles unternommen hätten, um die Kundinnen und Kunden von den Bankschaltern zu vertreiben (und entsprechend Beschäftigte abzubauen) – „und nun, wo ihnen das weitgehend gelungen ist, wollen sie Extragebühren erfinden, obwohl die Menschen ohnehin für die Kontoführung bezahlen.“

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Kongressdoku 2016

Geschätzte Kollegin, geschätzter Kollege, liebes Team Gesundheit!

Es freut uns, Ihnen unseren Kongressfilm zu den von 19.-22. April 2016 stattgefundenen Kongressen (Teamkongress, PGA Pflege Kongress, nationaler SchülerInnen und Studierenden Kongress) mit über 1.500 TeilnehmerInnen präsentieren zu dürfen:

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Zum Kongressfilm >>

Die darin gezeigten Eindrücke haben uns als Veranstaltungs- und Organisationsteam darin bestärkt, diese Veranstaltungsreihe auch 2017 fortzusetzen. Es wäre uns daher eine große Freude und Ehre, Sie auch im nächsten Jahr bei uns als TeilnehmerIn begrüßen zu dürfen. Scheuen Sie sich bitte nicht davor, uns Ihre Ideen, Wünsche, Anregungen, Kritik zu senden. Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Programm und möchten Ihnen auch weiterhin ein so vielfältiges, abwechslungsreiches, individuell gestaltbares Erlebnis bieten.

All jene, die bisher noch nicht teilnehmen konnten, laden wir ein, sich 2017 persönlich von der Programmvielfalt zu überzeugen. Auch weiterhin sind keine Kongressgebühren zu entrichten! Diese Veranstaltungsreihe ist unser Dankeschön für Ihren Einsatz im Dienste am Mitmenschen in dieser Stadt, für Ihr Engagement in diesem 30.000 Menschen umfassenden Team Gesundheit, welches alle Professionen im Wiener Krankenanstaltenverbund vereint.

Bereits im September übermitteln wir Ihnen die exakten Daten für die Fortsetzung.

Vielen Dank, sie haben diese Tage im April 2016 zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

Mit freundlichen Grüßen
Das Organisationsteam

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younion lehnt Entwurf zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz ab

Novelle muss noch einmal überarbeitet werden

Selbstverständlich begrüßt die younion – Hauptgruppe II die Novelle des Gesetzes, gerade in Hinblick auf die Akademisierung – jedoch muss sichergestellt werden, dass die PatientInnen und BewohnerInnen in allen Bundesländern bestmögliche Betreuung und Pflege erfahren. Da dies nicht gewährleistet werden kann, ist die anstehende Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes aus Sicht der younion Hauptgruppe II noch nicht umsetzungsreif.

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Besonders kritisch wird dabei die Schaffung einer dritten Berufsgruppe in der Pflege gesehen. „Die Idee einer kürzeren Ausbildung bei gleichzeitig erweitertem Tätigkeitsprofil für die Pflegefachassistenz – in einem Berufsfeld, in dem zu 80% Frauen tätig sind, die so dann in absehbarer Zukunft mehr Arbeit bei wahrscheinlich geringerem Einkommen versehen werden –ist keine Errungenschaft! Wir verstehen einfach nicht, wie ein Ministerium, das Gesundheit und Belange der Frauen vereint, den Grundstein für diesen Irrweg legen kann.“, so Christa Hörmann, Bundesfrauenvorsitzende der younion-Die Daseinsgewerkschaft und diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester.

„Wir befürchten, dass es aus Kostengründen einen Verdrängungsmechanismus des gehobenen Dienstes hin zur Pflegefachassistenz geben wird. Es sind wohl solche Gedankenspiele, die Länder wie Salzburg und Steiermark dazu bewogen haben, sich nun doch für das neue Gesetz auszusprechen“, Roul Maszar, stellvertretender Vorsitzender der younion Hauptgruppe II.
Auf eines möchte Maszar, seit 1995 selbst diplomierter Gesundheits-und Krankenpfleger, explizit hinweisen: „Klar ist, dass die zukünftige akademische Pflege und aktuell der gehobener Dienst gleichgehalten sind. Angst- und Geschäftemacherei mit jenen MitarbeiterInnen, die bereits seit vielen Jahren engagiert und kompetent Dienst versehen, lehnen wir ab. Wir erwarten uns von der Dienstgeberseite ein klares Bekenntnis, dass die MitarbeiterInnen des gehobenen Dienstes die gleichen Voraussetzungen bei Fortbildungen, Karrierechancen, Bewerbungen oder Anstellungen gegenüber den FachhochschulabsolventInnen haben.“

Die younion Hauptgruppe II fordert, dass die Akademisierungsprogramme für bereits diplomiertes Personal billiger und kürzer werden. „Zwei Jahre Universität, Semesterkosten von 2000 Euro und mehr, damit ich dann eine akademisierte Pflegeperson bin – obwohl man bereits viele Jahre als diplomierte Fachkraft tätig war? Das steht in keiner Relation zur beruflichen Realität. Bereits heute übernehmen Pflegebedienstete unter dem Schlagwort „mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich“ immer mehr Aufgaben von Ärztinnen. Kein ECTS-Punktesystem spiegelt wieder, was diese Menschen bereits täglich leisten“, so Roul Maszar.

Das gemeinsame Ziel für die Gesundheits- und Krankenpflege formuliert Roul Maszar so: „Als Gewerkschaft ist es nun unsere Hauptaufgabe, die Anhebung der Lohnniveaus entsprechend der Verantwortung und den ausgeübten Tätigkeiten und nicht nur alleine aufgrund der Ausbildung zu erstreiten. Denn Qualität hat ihren Preis und diesen Preis müssen die Länder zahlen – ansonsten kostet sie das die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.“

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Wie hoch ist der Preis der Akademisierung?

Fehlende Transparenz, drohende Einsparungen: Gesetzesnovelle wirft Fragen auf

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„Die Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes ist schon längst überfällig. Aber in der vorliegenden Form wirft sie mehr Fragen auf als sie Lösungen bietet“ sagte heute, Donnerstag, Christopher Scepka, Jugendreferent der Hauptgruppe II der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Nicht nur, dass aufgrund der neuen Dreispartigkeit der Pflegeberufe die Übersicht und die Transparenz für die PatientInnen verloren gehen könnte. Weiter ist auch zu befürchten, dass hinter der Novellierung als Intention eine reine Kostenreduktion steht. „Wenn man nach und nach die Personalschlüssel umdreht und dadurch mehr Personal für die Aufgaben in der Pflege mit weniger Ausbildung einstellt, passt das mit einer propagierten Qualitätssteigerung nicht zusammen“, warnt Scepka, selbst diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Zu befürchten sei, dass die Novellierung das Pflegesystem billiger machen soll. Scepka: „Ob dann auch die schon längst notwendige quantitative Steigerung – mehr Personal in der Pflege – kommt, bleibt abzuwarten.“

Auch die Frage nach der Attraktivierung der Pflegeausbildungen bleibt weitestgehend offen. „Jungen Leuten sollten Perspektiven geboten werden. Deshalb werden wir uns die Entwicklung in den Ausbildungen genauestens anschauen. Die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz ist als berufliche Erstausbildung gedacht, daher müssen auch Anreize geschaffen werden, damit junge Menschen diese Ausbildung annehmen“, fordert Scepka.
„In der traditionellen Ausbildung zur diplomierten Gesundheits-und Krankenpflegeperson ist ein Taschengeld gesetzlich verankert. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, auch für die Ausbildung der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz solche und weitere Anreize zu schaffen. Wien sollte da natürlich als Vorbild fungieren!“, so Scepka weiter.

Entsprechend dem Klinisch-Praktischen Jahr in der Medizinausbildung sollen die Praktika in der gleichen Höhe für alle Ausbildungen im Gesundheitsbereich finanziell abgegolten werden. Für das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal ist der Bachelor anzuerkennen, damit die Masterstudiengänge für diese nicht verschlossen bleiben. Der Gesetzesgeber muss garantieren, dass Jung-DiplomandInnen und das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, die heute schon das Gesundheitssystem aufrechterhalten, gegenüber den FH-AbsolventInnen nicht benachteiligt werden, wenn es um Fortbildungen, Bewerbungen oder Anstellungen geht.

„Wenn es um die Interessen und Rechte der ArbeitnehmerInnen und Auszubildenden in der Pflege geht, werden wir uns als Sozialpartner natürlich weiterhin einmischen, wo es notwendig ist!“ schloss Scepka.

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