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November 2016

Spitalsausgaben könnten auf 16,2 Mrd. Euro wachsen

Spitalsausgaben könnten auf 16,2 Mrd. Euro wachsen

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Die Ausgaben für die öffentlichen Spitäler könnten von derzeit 11,2 Milliarden Euro bis 2020 auf 16,2 Mrd. Euro steigen, wenn die bisherige Kostenentwicklung so weiter geht wie bisher.

Das geht aus einer Modellrechnung des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor, die auch der Hauptverband der Sozialversicherungsträger als Argument für die Notwendigkeit der von ihm vorgeschlagenen Gesundheitsreform genannt hat. Würden die Kosten nur im gleichen Ausmaß wie das Wirtschaftswachstum (BIP) steigen, dann müssten in zehn Jahren 15,9 Milliarden für die Spitäler aufgewendet werden.

1999 hatten die Kosten für die Landesfonds-Spitäler – also im wesentlichen alle öffentlichen Spitäler – noch 6,9 Milliarden Euro betragen. Bis 2009 sind diese Ausgaben auf 10,7 Mrd. Euro angestiegen, das bedeutet ein durchschnittliches jährliches Wachstum um 4,4 Prozent. Das BIP ist im Vergleich dazu jährlich nur um 3,3 Prozent gewachsen.

Heuer liegen die Spitalskosten bei 11,2 Milliarden Euro. Das IHS hat nun einerseits bis 2020 ein jährliches BIP-Wachstum von 3,6 Prozent und andererseits eine jährliche Steigerung der Spitalskosten um 4,2 Prozent angenommen, wenn keine Reformen vorgenommen werden sollten. In letzterem Fall, also unter der Annahme einer jährlichen Kostensteigerung um 4,2 Prozent, müssten im Jahr 2020 schon 16,2 Milliarden Euro aufgewendet werden. Würden die Spitalskosten hingegen nur im gleichen Ausmaß wie das BIP wachsen, dann müssten im Jahr 2020 laut IHS-Modellrechnung nur 15,9 Milliarden aufgewendet werden. Summiert man die Einsparungen für die Jahre 2011 bis 2020 auf, kommt man auf das vom Hauptverband genannte Einsparungspotenzial von 5,7 Milliarden Euro.

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Ein Hoch den Jubilarinnen und Jubilaren!

Wer 25 oder mehr Dienstjahre bei der Gemeinde Wien verbracht hat und sein Arbeitsleben in den Dienst am Mitmenschen stellt, muss dementsprechend gefeiert werden. Wenn die betreffende Person dabei auch noch Gewerkschaftsmitglied war und sich so indirekt oder direkt an den Errungenschaften der Interessenvertretung beteiligt hat – umso mehr!

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So fanden sich am 9. November 2016 an die 400 Bedienstete und Ehrengäste im Wiener Rathaus ein, um ihre Gewerkschaftsjubiläumsgeschenke für 25-jährige oder 40-jährige Mitgliedschaft in Empfang zu nehmen. Im Anschluss wurde beim witzigste Medizin-Kabarett von Peter & Tekal herzhaft gelacht – in manchen Momenten auch über sich selbst.

Bilder von der Veranstaltung

Copyright: Foto Studio Richard Schuster www.fotoschuster.com

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Nicht rumwurschteln, echte Reformen!

Die Stadt Wien hat sich das politische Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 886 Millionen Euro nachhaltig einzusparen. Dazu wurde die Wiener Struktur- und Ausgabenreform (WiStA) in Gang gesetzt. Auch die MitarbeiterInnen wurden nach Einsparungsmöglichkeiten gefragt. Christian Meidlinger, Vorsitzender von younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Dabei wurden immer wieder die externen Berater genannt.

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Die Stadt Wien hat sich das politische Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 886 Millionen Euro nachhaltig einzusparen. Dazu wurde die Wiener Struktur- und Ausgabenreform (WiStA) in Gang gesetzt. Auch die MitarbeiterInnen wurden nach Einsparungsmöglichkeiten gefragt. Christian Meidlinger, Vorsitzender von younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Dabei wurden immer wieder die externen Berater genannt. Sie verschlingen Unsummen, und liefern meistens nur Wissen, dass die KollegInnen längst haben.“ Auch ein Rechnungshof-Rohbericht weist, laut Zeitungsmeldungen, auf diesen Missstand hin. Zuletzt im Krankenanstaltenverbund (KAV). Dort sollen allein von 2012 bis 2015 rund 48 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben worden sein. „Auch bei den vielen Zertifizierungen könnte sehr rasch sehr viel eingespart werden. Denn es ist nicht einzusehen, warum Behördenaufgaben um teures Geld extra zertifiziert werden müssen“, sagt Christian Meidlinger.

younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat, nach Tagung des Wiener Vorstandes, zehn weitere Forderungen zu WiStA:

  • Plan erstellen. Zur Zeit ist die Reform ein Umsetzungsfleckerlteppich ohne wesentliche strukturelle Änderungen. Es verstärkt sich der Eindruck, dass konzeptlos im Budget gekürzt, bei Personal und Überstunden eingespart wird.
  • Besser kommunizieren. Die Einsparungen führen zu Qualitäts- und Leistungskürzungen. Das muss seitens der Politik der Bevölkerung und den Beschäftigten klar kommuniziert werden.
  • Bürokratie abbauen. Die Beschäftigten in der Verwaltung und in der Daseinsvorsorge leiden selbst am meisten unter den bestehenden Bürokratismen.
  • Echte Verwaltungsreform. Für scheinbare „Reformen“ wie zum Beispiel im 18. Und 19. Bezirk sind wir nicht zu haben. Dort wurden die Magistratischen Bezirksämter „zusammengelegt“ und gleichzeitig eine „Außenstelle“ für Fund-, Pass- und Meldewesen geschaffen.
  • Echte Strukturreform. Änderungen in der Verwaltung (z.B. echte Bezirkszusammenlegungen) müssen auch politische Strukturveränderungen bringen.
  • Kein Sparpaket zu Lasten der Beschäftigten. Auch andere Gebietskörperschaften haben Spielräume in ihren Haushalten geschaffen ohne Eingriffe bei bestehendem Personal zu tätigen (z. B.: Kärnten, Graz).
  • Hierarchien verflachen. Es muss zu weniger Vorschriften und einfacheren Gesetzen kommen.
  • Keine Tabus, alle einbinden. Auch Töchter und Enkeltöchter der Stadt Wien müssen Teil der Reform sein. Ebenso subventionierte Einrichtungen (z.B.: Privatspitäler).
  • Keine neuen Ausgliederungen und Privatisierungen. Die herrschende Verunsicherung ist zu beseitigen. Das gilt vor allem für den Krankenanstaltenverbund (KAV).
  • Besoldungsreform einbinden. Sie muss ein klarer Teil von WiStA sein.
  • younion-Vorsitzender Christian Meidlinger: „Bei echten Reformen sind wir sofort dabei. Auch im Hinblick auf die Digitalisierung und Automatisierung. Beim Herumwurschteln machen wir aber sicher nicht mit.“

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