START / NEWS / FRAUENBERGER VERSICHERT: ES WIRD KEINE PRIVATISIERUNG DES KAV GEBEN

März 2017

Frauenberger versichert: Es wird keine Privatisierung des KAV geben

Spitalskonzept 2030 gut umsetzen – Entscheidungsgrundlage zur neuen Organisationsform liegt vor

„Meine Ziele für die Zukunft des Krankenanstaltenverbundes sind stolze MitarbeiterInnen mit Teamgeist sowie ein Management, das auf allen Ebenen über handlungsfähige Führungs- und Entscheidungsstrukturen verfügt. Dabei ist klar, dass es keine Privatisierung geben darf und das Spitalskonzept 2030 gut umgesetzt wird“, betont die Wiener Sozial-, Gesundheits- und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger Donnerstag in ihrer Rede bei der SPÖ-Klubtagung.

Artikel lesen …

„Das Wiener Spitalswesen steht mitten in einem großen Veränderungsprozess, der für die MitarbeiterInnen nicht immer leicht ist. Deswegen ist es wichtig, durch bessere Kommunikation das gegenseitige Vertrauen zu stärken“, so die Stadträtin.

Frauenberger hat in dieser Woche ihre erste Tour durch die Krankenhäuser des Krankenanstaltenverbunds (KAV) abgeschlossen. „In Wien stellen wir ein gerechtes Gesundheits- und Sozialsystem für die Zukunft unserer Stadt sicher und betreiben aktive Frauenpolitik“, erläutert die Stadträtin die Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Insgesamt muss die Reputation des KAV steigen und wieder stärker als professioneller, qualitativ hochwertiger und menschlich engagierter Gesundheitsdienstleister von allen WienerInnen wahrgenommen und geschätzt werden. „Wir wollen den KAV nicht nur verantwortlich machen, sondern ihm auch Verantwortung geben“, so Frauenberger. Für diese Ziele braucht es eine möglichst nachhaltige Strukturentwicklung im KAV. Eine neue Organisationsform ist Teil des Prozesses „Wien neu denken“. Der Steuerungsgruppe liegt in Form eines Grobkonzeptes eine Entscheidungsgrundlage vor, die von ExpertInnen erarbeitet wurde und nun als Basis für den politischen Prozess dient.

Beste medizinische Versorgung für alle WienerInnen

Um auch in Zukunft die beste medizinische Versorgung für alle WienerInnen garantieren zu können, braucht es im gesamten Gesundheitssystem Schritte der Modernisierung:

  • Neuorganisation der Notversorgung: Die Überstellung der NotärztInnen in den KAV wirkt gegen den NotärztInnenmangel.
  • Die Notaufnahme wird zentralisiert: In der Zentralen Notaufnahme werden akute Fälle sofort behandelt und erst wenn notwendig, in die jeweilige Fachabteilung transferiert.
  • „Das Gesundheitstelefon“: Eine neue Servicehotline wird Anfang April gemeinsam mit dem Bundesministerium in Wien und zwei anderen Pilot-Bundesländern eingeführt.
  • Moderne allgemeinmedizinische Versorgung: Praktische ÄrztInnen sind die erste Anlaufstelle für PatientInnen und müssen daher in Wohnortnähe angeboten werden. Der Ausbau von Primary Health Care Centers (PHCs) soll vorangetrieben werden und der Beruf „AllgemeinmedizinerIn“ attraktiver werden.
  • Erhöhung des Service für PatientInnen: Eine zentrale Geburts-Anmeldestelle im KAV soll aufgebaut werden.

OTS0214, 23. März 2017, Quelle: SPÖ Wien Rathausklub

Hier geht es zur gesamten Presseaussendung

Artikel schließen …

Wir sind erleichtert

Wiener Zeitung“ vom 22.03.2017 Seite: 17 Autor: Nina Flori

„Wir sind erleichtert“

Nach der Freistellung von KAV-Generaldirektor Udo Janßen erhofft sich das Personal vom neuen Chef mehr Wertschätzung und bessere Kommunikationsfähigkeiten. Details zur neuen Struktur will Bürgermeister Häupl am Donnerstag präsentieren.

Artikel lesen …

Wien. Dass der ehemalige Generaldirektor des Krankenanstaltenverbunds (KAV), Udo Janßen, abgelöst wird, hat die Belegschaft im KAV schon lange gehofft. Jahrelang sind die Wogen zwischen dem Personal und Janßen hoch gegangen, gegipfelt sind sie im September in einem Ärzte-Warnstreik. Grund dafür war eine neue Dienstzeitregelung, bei der vor allem die Streichung von Nachtdiensten und die gleichzeitige Aufstockung der Tagesdienste scharf kritisiert wurde.

„Ja, wir sind erleichtert“, sagt die Vorsitzende der Hauptgruppe II in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Susanne Jonak, im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. „Es war keine konstruktive Kommunikation mehr mit Janßen möglich.“ Auch seine Wertschätzung gegenüber der Belegschaft habe stark zu Wünschen übrig gelassen.

Mehrere Studienabschlüsse

2014 hatte sich Janßen in einem international ausgeschriebenen Bewerbungsverfahren gegen 61 Mitbewerber durchgesetzt. Der damals 46-Jährige konnte ein Medizinstudium, Weiterbildungen in Gynäkologie und Gerontologie, ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, ein Studium zum Wirtschaftsjuristen, einen Master in Krankheitsprävention und ein Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie vorweisen. Ein Headhunter-Unternehmen führte die Vorgespräche. Janßen schaffte es unter die letzten drei und wurde in einer rathausinternen „Begutachtungskommission“ als bestqualifizierter Bewerber an die erste Stelle gereiht.

In Insiderkreisen ist die Rede davon, dass es die ehemalige Gesundheits-Stadträtin, Sonja Wehsely (SPÖ), war, die Janßen unbedingt an der Spitze des KAV sehen wollte. Bürgermeister Michael Häupl hätte hingegen Christian Sebesta, Primar im Donauspital, bevorzugt, heißt es. Doch Wehsely setzte sich durch.

Dabei war die Reputation Janßens schon damals nicht gerade gut. „Der Ruf, grobe Defizite in der Kommunikation zu haben, ist ihm schon von Deutschland vorausgeeilt“, sagt Jonak. „Wir haben damals schon gehört, dass er mit Mitarbeitern schreit, das hat sich bewahrheitet.“ Aber er konnte sich gut verkaufen, meint Jonak.

Neben den Umgangsformen stieß vor allem die Informationspolitik Janßens vielen sauer auf. Veränderungen beschloss er von oben herab, von einer möglichen KAV-Ausgliederung mussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Medien erfahren. Hinzu kam eine Fülle von Plänen, deren Realisierung dem Personal völlig unklar sei, sagt der Präsident der Ärztekammer, Thomas Szekeres.

„Die Augenabteilung im Donauspital soll etwa in die Rudolfstiftung verlegt werden. In Hietzing soll hingegen eine Unfallchirurgie entstehen, wo doch das Meidlinger Spital ganz in der Nähe ist.“ Es sei überhaupt nicht klar, wie die Leistungen vor Ort funktionieren sollen und alles stehe und falle mit dem KH Nord, sagt Szekeres. Trotz zahlreicher Gerüchte um eine mögliche Ablöse sah sich Janßen selbst noch im Jänner fest im Direktoren-Sattel sitzen, wie er in einem Interview mit der APA kundtat.

Dass die Stadtregierung gerade jetzt den Zeitpunkt für eine Ablöse gewählt hat, lässt Raum für Spekulationen. Die einen vermuten, es könnte daran liegen, dass der Rohbericht des Rechnungshofes zum Krankenhaus Nord bald im Raum steht, der für den KAV desaströs ausfallen könnte. Andere meinen, Wehsely-Nachfolgerin Sandra Frauenberger habe sich bei Besuchen der Krankenhäuser selbst von der schlechten Stimmung ein Bild gemacht und nun die Reißleine gezogen. Zudem hätte man das Thema nicht auf der SPÖ-Klubklausur am Donnerstag und Freitag thematisieren wollen.

Was bei der Klubtagung aber jedenfalls Thema sein wird, ist die neue Struktur des KAV. Häupl kündigte am Dienstag an, man werde am Donnerstag Details dazu präsentieren. Seit Jänner liegt jene oft erwähnte Studie vor, in der verschiedene rechtliche Formen analysiert wurden. In dem Papier wird zudem erörtert, wie die Personal- und Finanzhoheit für den KAV umgesetzt werden könnte. Veröffentlicht wurde es bisher nicht.

„Vertrauen wiederherstellen“

Bis zum Sommer soll jedenfalls ein neuer Direktor den interimistischen Direktor Thomas Balázs ablösen. „Der zukünftige Generaldirektor muss das Vertrauen wiederherstellen“, sagt Szekeres. „Das Wichtigste ist, dass es jemand ist, der das System kennt.“

In Insiderkreisen fällt, wenn es um die Nachfolge geht, öfters der Name Christian Sebesta. Ob er noch immer Häupls Favorit ist und er sich diesmal durchsetzen kann, wird sich zeigen.

„Der Ruf, grobe Defizite in der Kommunikation zu haben, ist Janßen schon von Deutschland vorausgeeilt.“
Susanne Jonak,
Vorsitzende der Hauptgruppe II

Download: Zeitungsartikel „Wir sind erleichtert“

Artikel schließen …

Gefährdungsanzeige - was ist das?

Nach dem ersten 90 Sekunden Extra Video zum Thema „Verspätete Auszahlung des Verhandlungserfolgs – Wo ist unser Geld?“, dürfen wir Sie zur Thematik „Gefährdungsanzeige – was ist das?“ informieren.

Artikel lesen …

Alarm schlagen, wenn die Gesundheit von PatientInnen und BewohnerInnen in Gefahr ist; dass ist die Pflicht und das Recht aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im KAV.
Sie sind direkt vor Ort und sind Profi in Ihrem Bereich. Kein anderer kann eine bessere Beurteilung von Gefahrensituationen haben als Sie.

Und wir helfen Ihnen dabei, diese Anzeige ordnungsgemäß zu verfassen.

Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Gewerkschaftsvertretung oder schreiben Sie uns unter gefaehrdungsanzeige@hg2.at bzw. rufen Sie uns unter 01/40409-60700 an.

Schließlich geht es um Menschenleben!

Mit freundlichen Grüßen
Für das Team Gesundheit
Susanne Jonak, Edgar Martin und Roul Maszar

Team Gesundheit – 90 Sekunden EXTRA: Gefährdungsanzeige

Artikel schließen …

Herr Generaldirektor, im April ist Zahltag!

In Ihrer schriftlichen Antwort auf die von uns öffentlich gestellte Frage „Herr Generaldirektor, wo ist unser Geld?“ vom 22. Februar 2017 baten Sie erneut um Verständnis für eine weitere Auszahlungsverzögerung bis Sommer 2017. Das ist inakzeptabel, unverständlich und kommt einer Aufforderung zu Kampfmaßnahmen gleich.

Artikel lesen …

Dankenswerterweise haben andere Stellen in dieser Stadt mit Hochdruck daran gearbeitet, trotz Ihres wiederholten Versagens, für Gerechtigkeit zu sorgen. Nachdem wir mit den Medien die Öffentlichkeit über Ihre Art der „MitarbeiterInnenorientierung“ informieren konnten, gelang es im Besonderen den MitarbeiterInnen des VB Personal, der Magistratsabteilung 2 und der Politik Ihren Fehler auszugleichen. Federführend dabei waren Stadträtin Sandra Frauenberger und die Gewerkschaft younion mit Christian Meidlinger.

Es freut uns daher, dass allen betroffenen MitarbeiterInnen das mit Stichtag 1. Dezember 2016 zustehende Geld mit dem Gehalt Ende April ausbezahlt wird.

Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Unser Druck zeigt Wirkung. Wir agieren als Team Gesundheit im Krankenanstaltenverbund als Einheit und wehren uns mit aller Kraft gegen mangelnde Wertschätzung, Unterdrückung, Ausgliederung, schlechte Arbeits- und Rahmenbedingungen.

Herr Generaldirektor, wir gehen nun nahtlos zu Verhandlungsphase Zwei über.
Wir lassen nicht locker. Sie können uns beim Wort nehmen.

Download: Im April ist Zahltag

Artikel schließen …

Küche eine never ending story im Wiener KAV

Das Thema „Küche“, eine never ending story, seit mehr als 20 Jahren bastelt man an einer Lösung. Unzählige Expertisen, Konzepte, Sitzungen, bei denen oft und lange gerade jene Personen nicht zu Wort kamen, die wichtige Fachexpertisen beisteuern hätten können und/oder, die Betroffene sein werden. Unsere Pflegewohnhäuser und Geriatriezentren werden bereits von einer Firma beliefert und im nächsten Schritt soll es Häppchenweise auch alle Spitäler (WSK- Häuser ) betreffen. Krankenhaus Nord wurde von vornherein so geplant, die Küche des „Donauspitals“, müsste vermutlich auch kein hoffnungsloser Fall sein. Leider hat man aber über all die Jahre vergessen, in diese zu investieren. Und jetzt ist es zu spät, und guter Rat teuer.

Artikel lesen …

Offensichtlich ist man sich nicht sicher, was gut und richtig ist? Vom Konzept Zentralküche (2015) ging man wieder weg hin zu Einzellösungen, die die prophezeite Kostenersparnis immer unrealistischer erscheinen lässt. Es stellt sich weiter die Frage, ob diese Planungen auch ökologisch vertretbar sind und, ob alle Nebenkosten einer Fremdvergabe (Transport, Speisewägen, Geschirr,…) eingerechnet sind? Erfolgt die Produktion (auch langfristig) im Inland oder wäre auch eine Auslagerung ins Ausland möglich? Welche Auswirkungen hätte das wiederum auf den Arbeitsmarkt und alle davon betroffenen Firmen, die uns derzeit beliefern (Regionalität und Qualität der derzeit verarbeiteten Lebensmittel)? Viele wichtige Fragen, auf die wir noch keinen verbindlichen Antworten bekommen haben.

Es ist also zu befürchten, dass, wie schon so oft, viele wesentliche Details bei den Planungen übersehen werden, die aber am Ende des Tages wiederum eine unerwartete Kostenexplosion zur Folge haben könnten. Und wie ein Déjà-vu, folgt dann das schon legendäre Entsetzen in Kombination mit den Fragen, wie das passieren konnte und wer dafür die Verantwortung übernimmt?

Wir, das Team Gesundheit – HG2 der younion, das inkludiert auch die PersonalvertreterInnen aller betroffenen Dienstellen, erwarten uns von der Dienstgeberin Lösungen:

  • Die Arbeitsplätze für unsere KüchenmitarbeiterInnen (Küchen-RegiemitarbeiterIn, Koch/ der Köchin, Abwäscher/in,…) innerhalb des KAV sicherstellen. Das bedeutet keine Auslagerung der Speisenproduktion an eine Fremdfirma!
  • Keine zusätzlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die MitarbeiterInnen auf den Stationen – auch nicht langfristig!
  • Ein Verpflegungsmanagement bzw. eine Speisenversorgung, die PatientInnen gerecht ist, d.h., dass es bedarfsgerecht ist und alle ernährungsmedizinischen Notwendigkeiten erfüllen kann.
  • Eine Diät erfolgt auf Anordnung des Arztes/der Ärztin und ist eine unerlässliche unterstützende Therapie bei vielen Krankheitsbildern.

Links:

Artikel schließen …

younion-Bundesfrauenvorsitzende Christa Hörmann sagt Danke

Seit 106 Jahren wird der Internationale Frauentag gefeiert, seit vielen Jahrzehnten fix am 8. März. „Das ist ein guter Anlass, um einmal den Frauen ganz groß Danke zu sagen. Sie sind in mehr als 200 Berufen im öffentlichen Dienst tätig und halten mit ihren Leistungen Städte und Gemeinden am Laufen. Und das rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr“, sagt Christa Hörmann, Bundesfrauenvorsitzende bei younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Artikel lesen …

Dabei haben gerade Frauen große Herausforderungen zu meistern. Christa Hörmann: „Beruf- und Privatleben in Balance zu halten, ist in allen Bereichen mit Früh- oder Nachtdiensten eine echte Herausforderung. Außerdem kommen seit Jahren immer mehr Aufgaben hinzu, der Arbeitsdruck wird immer größer.“

Auch von einer generellen Ausdehnung bzw. Flexibilisierung der Arbeitszeit sind Frauen im Städte- oder Gemeindedienst betroffen. Schließlich kann so etwas nur gelingen, wenn die Kinderbildungseinrichtungen entsprechend angepasst, beziehungsweise ausgebaut werden. Jasmin Mrzena-Merdinger, Bundesfrauenreferentin bei younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Das bedeutet natürlich, dass es mehr Personal-Ressourcen geben muss, wenn Eltern noch `flexibler´ arbeiten gehen. Wir werden da ganz genau darauf schauen, dass niemand unter die Räder kommt.“

Kämpferisch zeigt sich die younion-Bundesfrauenabteilung auch für die vielen anderen Berufe der rund 76.500 weiblichen younion-Mitglieder. Jasmin Mrzena-Merdinger: „Wir haben schon in der Vergangenheit viel erreichen können – von der Pflegefreistellung auch für Patchwork-Familien über Novellierungen des Gleichbehandlungsgesetzes bis zum neuen Kinderbetreuungsgeldkonto. Auch in Zukunft setzen wir uns mit ganzer Kraft für Verbesserungen ein.“

Christa Hörmann abschließend: „Und an alle, die das Rad der Zeit vielleicht wieder zurückdrehen wollen: Sicher nicht mit uns!“

Artikel schließen …

Aktuelles