START / NEWS / PRESSEAUSSENDUNG OFFENSIVE GESUNDHEIT: ROADMAP GESUNDHEIT 2020

September 2020

Presseaussendung Offensive Gesundheit: Roadmap Gesundheit 2020

„Offensive Gesundheit“ überreichte Anschober Vorschläge für Reformen

„Roadmap Gesundheit 2020“ enthält Umsetzungsvorschlägen für ein zukunftssicheres Systems für Gesundheit und Langzeitpflege

Offensive Gesundheit

Das Sozialministerium und die von Gewerkschaften, Arbeiter- und Ärztekammer gebildete „Offensive Gesundheit“ haben ihren vor zweieinhalb Monaten gestarteten Strukturdialog abgeschlossen. Die daraus entstandene „Roadmap Gesundheit 2020“ mit Umsetzungsvorschlägen für die Schaffung eines zukunftssicheren Systems für Gesundheit und Langzeitpflege wurde Minister Rudolf Anschober (Grüne) am späten Montagnachmittag übergeben.

Artikel lesen ...

Inhaltlich konzentrieren sich die Ergebnisse auf die großen systemrelevanten Themen Personalbedarf, Arbeitsbedingungen und Ausbildung. Zum ersten Punkt wird in der Roadmap festgehalten, dass die Erarbeitung eines österreichweit verbindlichen, transparenten und bedarfsorientierten Personalbemessungsmodells umgehend gestartet werden müsse. Da die Entwicklungsarbeit einige Jahre in Anspruch nehmen wird, müssten zur unmittelbaren Entlastung der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege Sofortmaßnahmen im Personaleinsatz umgesetzt werden. So dürfe es etwa pro Zuständigkeitsbereich keine Nachtdienste alleine geben und in der mobilen Pflege sollten die Fahrtzeiten einberechnet werden.

Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird in dem der APA vorliegenden Papier die Planbarkeit und Verlässlichkeit der Arbeitszeit eingefordert. Die Kontrollen in den Gesundheits- und Langzeitpflegeeinrichtungen sollten von spezialisierten Arbeitsinspektoren durchgeführt werden und die Beschäftigten sollten einen erleichterten Zugang zur Schwerarbeiterpension bekommen.

In Sachen Ausbildung enthält das Papier die Forderung nach kostenfreien Aus- und Fortbildungen. Praktika sollten bezahlt werden und die Deckung des Lebensunterhalts während des zweiten Bildungswegs müsse existenzsichernd sein.

 

Sozialminister Anschober sicherte den Vertretern der „Offensive Gesundheit“ zu, dass die Ergebnisse des Dialogs in die geplante Pflegereform einfließen werden. Er betonte, dass Österreich „eines der besten Gesundheits- und Pflegesysteme der Welt“ habe. Dieses gelte es zu bewahren, auszubauen und in einzelnen Bereichen die Qualität weiter zu verbessern. „Damit dies gelingt, braucht es jetzt die richtigen Rahmenbedingungen. Die Weichen dafür stellen wir im gemeinsamen Dialog mit den Institutionen, InteressensvertreterInnen und Betroffenen.“

Für Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl enthält die Roadmap „auf beeindruckende Weise eine Sammlung von abgestimmten Forderungen aller in der Kooperative beteiligten Institutionen, die es ermöglichen, die längst überfälligen Reformen rasch voranzutreiben“. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian sieht in dem Papier einen „klaren Handlungsauftrag für die Politik“, den der ÖGB unterstützt. Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres bezeichnete die Roadmap als ein Bekenntnis, was Österreich derzeit brauche, denn nur gemeinsam könne die Gesundheitsversorgung in Österreich weiterhin bestens sichergestellt werden.

Für alle Beteiligten steht jedenfalls fest: „Um für die österreichische Bevölkerung ein gutes Gesundheits- und Langzeitpflegesystem zu erhalten und auszubauen, braucht es Planungssicherheit, ausreichend Personal und gute Arbeits- und Rahmenbedingungen. Aufgrund der enorm wachsenden Anforderungen und drohenden Überlastung des Gesundheitssystems und der Langzeitpflege – nicht nur in Corona-Zeiten – sind fundierte Lösungen dringend notwendig.“ Die Roadmap sei dafür eine gute Grundlage.

>>JETZT DIE ROADMAP 2020 RUNTERLADEN!<<

Siehe auch:

Artikel schließen ...

Presseaussendung younion - Meidlinger: Nach Verhandlungen mehr als 1.000 neue Stellen im Gesundheitsbereich

„Die Daseinsvorsorge funktioniert auch während der Coronakrise tadellos. Dank des Wiener Wegs der Sozialpartnerschaft werden Engpässe beim Personal laufend besprochen und in Verhandlungen behoben. Die Stadt Wien stellt jetzt mehr als 1.000 neue Stellen zur Verfügung“, sagte heute, Mittwoch, der Vorsitzende der Daseinsgewerkschaft younion, Christian Meidlinger.

Artikel lesen ...

„Ohne die großartigen Leistungen der Beschäftigten wäre das Alltagsleben in der Stadt nicht zu bewältigen. Jetzt bekommen die ArbeitnehmerInnen der Daseinsvorsorge weitere Unterstützung“, erklärte Meidlinger. Besonders hervorzuheben ist der Personalzuwachs in zwei durch Corona extrem geforderten Bereichen:

Bei der MA 15 – Gesundheitsdienste kommen 150 ArbeitnehmerInnen zusätzlich, um die Bescheidausfertigung und die Beantwortung von Anfragen zu beschleunigen.

Die MA 70 – Rettung wird mit 75 Personen verstärkt um das hohe Niveau der Versorgung in Wien aufrecht zu erhalten.

„Bei Bürgermeister Michael Ludwig finden wir als Gewerkschaft immer ein offenes Ohr und Gespächsbereitschaft. Die vereinbarten Lösungen mit zusätzlichem Personal in den Bereichen des Gesundheitsverbundes und beim Contact Tracing stellen sicher, dass Wien die Krise weiterhin meistert. Am Wiener Weg der gelebten Sozialpartnerschaft könnte sich die Bundesregierung ein Beispiel nehmen“, schloss Meidlinger.

Artikel schließen ...

Aktuelles