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Jahresarchiv 2016

Gehaltserhöhung 2017: Stadt Wien übernimmt Ergebnis

Abkommen ist unterschrieben, Lohnzuwachs von 1,3 Prozent damit fix

Mit den Unterschriften von Personalstadträtin Sandra Frauenberger und younion-Vorsitzendem Christian Meidlinger unter dem Abkommen ist es seit heute fix: Die Stadt Wien übernimmt das Ergebnis der Verhandlungen über die Erhöhung der Gehälter und Zulagen für 2017 mit einem Plus von 1,3 Prozent.

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Angesichts einer Inflationsrate von 0,75 Prozent bedeutet dieser Abschluss eine deutliche Wertsteigerung der Gehälter. Die Erhöhung für Vertragsbedienstete der Stadt Wien ergibt sich aus der betragsmäßigen Bezugserhöhung der BeamtInnen.

Die VertreterInnen der Bundesregierung unter der Leitung von Staatssekretärin Mag.a Muna Duzdar und BM Dr. Hans Jörg Schelling sowie dem Verhandlungsteam der Gewerkschaften unter Führung von Ing. Christian Meidlinger (younion _ Die Daseinsgewerkschaft) und Dr. Norbert Schnedl (GÖD) hatten sich in der dritten Verhandlungsrunde am 30. November auf die Erhöhung geeinigt.

Gehaltsansätze – Wien ab 1.1.2017 >>

Vorsitzender Christian Meidlinger zum Verhandlungsergebnis:

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Neues Info-Tool: der Lohnzettel, einfach erklärt

Früher landete er auf dem Schreibtisch der ArbeitnehmerInnen. Inzwischen ist er in vielen Betrieben digital geworden: der Lohn- bzw. Gehaltszettel. Das spart zwar Papier, aber der Inhalt des Lohnzettels bleibt vielen ArbeitnehmerInnen weiterhin ein Rätsel. Im Grunde ist der Lohn- bzw. Gehaltszettel nichts anderes als eine schriftliche Entgeltabrechnung. Damit sollen ArbeitnehmerInnen nachvollziehen können, wie sich ihre Einkommen zusammensetzen.

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Alle Fragen rund um das Thema Lohnzettel werden in einem neuen Info-Tool übersichtlich erklärt.

Früher landete er auf dem Schreibtisch der ArbeitnehmerInnen. Inzwischen ist er in vielen Betrieben digital geworden: der Lohn- bzw. Gehaltszettel. Das spart zwar Papier, aber der Inhalt des Lohnzettels bleibt vielen ArbeitnehmerInnen weiterhin ein Rätsel. Im Grunde ist der Lohn- bzw. Gehaltszettel nichts anderes als eine schriftliche Entgeltabrechnung. Damit sollen ArbeitnehmerInnen nachvollziehen können, wie sich ihre Einkommen zusammensetzen.

Anders gesagt: Es soll verständlich werden, wie aus Brutto Netto wurde.

Bruttolohn, Lohnsteuer, Sozialversicherung – was bedeutet das eigentlich und wieso werden diese Beiträge abgezogen? Um diese und viele andere Fragen rund um das Thema Lohnzettel übersichtlich und kompetent zu erklären, hat der ÖGB ein neues Info-Tool eingerichtet: derlohnzettel.at

Weitere Informationen gibt es auch in der aktuellen Ausgabe der Solidarität

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Gehaltsverhandlungen: Deutliche Wertsteigerung der Gehälter

In der dritten Verhandlungsrunde über die Erhöhung der Bezüge und Nebengebühren 2017 ist der Abschluss geglückt.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen: plus 1,3 Prozent mit 1. Jänner 2017

Angesichts einer Inflationsrate von 0,75 Prozent bedeutet dieser Abschluss eine deutliche Wertsteigerung der Gehälter.

Das Verhandlungsergebnis gilt vorbehaltliche der Beschlüsse in den zuständigen Gremien.

Vorsitzender Christian Meidlinger zum Verhandlungsergebnis:

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Schreiben an und vom Bürgermeister

Vor zwei Wochen wurde durch unseren Bürgermeister Dr. Michael Häupl über die Medien verkündet, dass man sich eine Ausgliederung des KAV vorstellen kann. Darauf reagierten wir sofort mit einem Brief an Dr. Häupl – diesen Brief unten unter Download. Heute wenden wir uns wieder an Sie, da wir mittlerweile ein Antwortschreiben des Bürgermeisters Dr. Michael Häupl auf unseren Brief erhalten haben. Dieses Antwortschreiben möchten wir Ihnen nicht vorenthalten (dieses Schreiben finden Sie auch unten unter Download).

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In der Zwischenzeit haben wir das Team Gesundheit auch darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir uns an der von der Stadt vorgeschlagenen Arbeitsgruppe zur Ausgliederung des KAV nicht beteiligen werden, da wir zu diesem Thema klare und deutliche Positionen haben:

  1. Lehnen wir ein Nachdenken in der Arbeitsgruppe über die Zukunft des KAV mit dem derzeitigen Vorstand ab.
  2. Unsere Überzeugung bleibt: Managementversagen muss klar ersichtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
  3. Wenn es lediglich um Personal- und Finanzhoheit für den KAV-Vorstand geht, ist dies auch ohne Ausgliederung möglich (§71 Wr. Stadtverfassung).
  4. Solange die Zukunft der MitarbeiterInnen in dieser Unternehmung unsicher bleibt und darüber hinaus noch nicht feststeht, wie die Finanzierung sichergestellt wird, lehnen wir jegliche Zusammenarbeit und damit auch jegliche Zustimmung zum sogenannten Transformationsprozess ab.
  5. Um politische Entscheider über die Zustände in der Unternehmung aus Sicht der Belegschaft zu informieren und um Unterstützung zu erfahren, suchen wir aktiv den Kontakt zu den politischen Entscheidern (GemeinderätInnen) und den Bezirksvertretungen.
  6. Wir wollen keine Denkverbote aussprechen. Aber wir fordern unmissverständlich: Erst denken dann handeln.
  7. Wir fordern deutlich, dass bereits vereinbarte Lösungsmaßnahmen umgehend umzusetzen bzw. Lösungen zu erarbeiten sind. Denn unzählige Problemfelder im KAV (Spitäler und Pflegewohnhäuser) stehen in keinem kausalen Zusammenhang mit der aktuellen Rechtsform.
  8. Im KAV arbeiten 30.000 Menschen in über 100 Berufsgruppen, ihnen gilt unser Vertrauen. Den Einsatz von Fremdfirmen lehnen wir ab.
  9. Nicht zuletzt verlangen wir ein Bekenntnis für die Sicherheit der 30.000 MitarbeiterInnen in dieser Unternehmung.

Wir halten Sie am Laufenden, sobald es weitere gesicherte Information gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Das Team Gesundheit der Hauptgruppe II

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Spitalsausgaben könnten auf 16,2 Mrd. Euro wachsen

Spitalsausgaben könnten auf 16,2 Mrd. Euro wachsen

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Die Ausgaben für die öffentlichen Spitäler könnten von derzeit 11,2 Milliarden Euro bis 2020 auf 16,2 Mrd. Euro steigen, wenn die bisherige Kostenentwicklung so weiter geht wie bisher.

Das geht aus einer Modellrechnung des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor, die auch der Hauptverband der Sozialversicherungsträger als Argument für die Notwendigkeit der von ihm vorgeschlagenen Gesundheitsreform genannt hat. Würden die Kosten nur im gleichen Ausmaß wie das Wirtschaftswachstum (BIP) steigen, dann müssten in zehn Jahren 15,9 Milliarden für die Spitäler aufgewendet werden.

1999 hatten die Kosten für die Landesfonds-Spitäler – also im wesentlichen alle öffentlichen Spitäler – noch 6,9 Milliarden Euro betragen. Bis 2009 sind diese Ausgaben auf 10,7 Mrd. Euro angestiegen, das bedeutet ein durchschnittliches jährliches Wachstum um 4,4 Prozent. Das BIP ist im Vergleich dazu jährlich nur um 3,3 Prozent gewachsen.

Heuer liegen die Spitalskosten bei 11,2 Milliarden Euro. Das IHS hat nun einerseits bis 2020 ein jährliches BIP-Wachstum von 3,6 Prozent und andererseits eine jährliche Steigerung der Spitalskosten um 4,2 Prozent angenommen, wenn keine Reformen vorgenommen werden sollten. In letzterem Fall, also unter der Annahme einer jährlichen Kostensteigerung um 4,2 Prozent, müssten im Jahr 2020 schon 16,2 Milliarden Euro aufgewendet werden. Würden die Spitalskosten hingegen nur im gleichen Ausmaß wie das BIP wachsen, dann müssten im Jahr 2020 laut IHS-Modellrechnung nur 15,9 Milliarden aufgewendet werden. Summiert man die Einsparungen für die Jahre 2011 bis 2020 auf, kommt man auf das vom Hauptverband genannte Einsparungspotenzial von 5,7 Milliarden Euro.

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Ein Hoch den Jubilarinnen und Jubilaren!

Wer 25 oder mehr Dienstjahre bei der Gemeinde Wien verbracht hat und sein Arbeitsleben in den Dienst am Mitmenschen stellt, muss dementsprechend gefeiert werden. Wenn die betreffende Person dabei auch noch Gewerkschaftsmitglied war und sich so indirekt oder direkt an den Errungenschaften der Interessenvertretung beteiligt hat – umso mehr!

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So fanden sich am 9. November 2016 an die 400 Bedienstete und Ehrengäste im Wiener Rathaus ein, um ihre Gewerkschaftsjubiläumsgeschenke für 25-jährige oder 40-jährige Mitgliedschaft in Empfang zu nehmen. Im Anschluss wurde beim witzigste Medizin-Kabarett von Peter & Tekal herzhaft gelacht – in manchen Momenten auch über sich selbst.

Bilder von der Veranstaltung

Copyright: Foto Studio Richard Schuster www.fotoschuster.com

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Nicht rumwurschteln, echte Reformen!

Die Stadt Wien hat sich das politische Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 886 Millionen Euro nachhaltig einzusparen. Dazu wurde die Wiener Struktur- und Ausgabenreform (WiStA) in Gang gesetzt. Auch die MitarbeiterInnen wurden nach Einsparungsmöglichkeiten gefragt. Christian Meidlinger, Vorsitzender von younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Dabei wurden immer wieder die externen Berater genannt.

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Die Stadt Wien hat sich das politische Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 886 Millionen Euro nachhaltig einzusparen. Dazu wurde die Wiener Struktur- und Ausgabenreform (WiStA) in Gang gesetzt. Auch die MitarbeiterInnen wurden nach Einsparungsmöglichkeiten gefragt. Christian Meidlinger, Vorsitzender von younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Dabei wurden immer wieder die externen Berater genannt. Sie verschlingen Unsummen, und liefern meistens nur Wissen, dass die KollegInnen längst haben.“ Auch ein Rechnungshof-Rohbericht weist, laut Zeitungsmeldungen, auf diesen Missstand hin. Zuletzt im Krankenanstaltenverbund (KAV). Dort sollen allein von 2012 bis 2015 rund 48 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben worden sein. „Auch bei den vielen Zertifizierungen könnte sehr rasch sehr viel eingespart werden. Denn es ist nicht einzusehen, warum Behördenaufgaben um teures Geld extra zertifiziert werden müssen“, sagt Christian Meidlinger.

younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat, nach Tagung des Wiener Vorstandes, zehn weitere Forderungen zu WiStA:

  • Plan erstellen. Zur Zeit ist die Reform ein Umsetzungsfleckerlteppich ohne wesentliche strukturelle Änderungen. Es verstärkt sich der Eindruck, dass konzeptlos im Budget gekürzt, bei Personal und Überstunden eingespart wird.
  • Besser kommunizieren. Die Einsparungen führen zu Qualitäts- und Leistungskürzungen. Das muss seitens der Politik der Bevölkerung und den Beschäftigten klar kommuniziert werden.
  • Bürokratie abbauen. Die Beschäftigten in der Verwaltung und in der Daseinsvorsorge leiden selbst am meisten unter den bestehenden Bürokratismen.
  • Echte Verwaltungsreform. Für scheinbare „Reformen“ wie zum Beispiel im 18. Und 19. Bezirk sind wir nicht zu haben. Dort wurden die Magistratischen Bezirksämter „zusammengelegt“ und gleichzeitig eine „Außenstelle“ für Fund-, Pass- und Meldewesen geschaffen.
  • Echte Strukturreform. Änderungen in der Verwaltung (z.B. echte Bezirkszusammenlegungen) müssen auch politische Strukturveränderungen bringen.
  • Kein Sparpaket zu Lasten der Beschäftigten. Auch andere Gebietskörperschaften haben Spielräume in ihren Haushalten geschaffen ohne Eingriffe bei bestehendem Personal zu tätigen (z. B.: Kärnten, Graz).
  • Hierarchien verflachen. Es muss zu weniger Vorschriften und einfacheren Gesetzen kommen.
  • Keine Tabus, alle einbinden. Auch Töchter und Enkeltöchter der Stadt Wien müssen Teil der Reform sein. Ebenso subventionierte Einrichtungen (z.B.: Privatspitäler).
  • Keine neuen Ausgliederungen und Privatisierungen. Die herrschende Verunsicherung ist zu beseitigen. Das gilt vor allem für den Krankenanstaltenverbund (KAV).
  • Besoldungsreform einbinden. Sie muss ein klarer Teil von WiStA sein.
  • younion-Vorsitzender Christian Meidlinger: „Bei echten Reformen sind wir sofort dabei. Auch im Hinblick auf die Digitalisierung und Automatisierung. Beim Herumwurschteln machen wir aber sicher nicht mit.“

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ÖGB unterstützt Bankomatgebühr-Verbot

Die Menschen bezahlen ohnehin für die Kontoführung

„Ohne Bankkonto bekommt man heutzutage keinen Job mehr. Millionen ArbeitnehmerInnen sind also auf die Banken angewiesen. Sollten die wirklich auf die Idee kommen, diese Zwangslage auszunutzen und für Abhebungen an den Bankomaten zu kassieren, dann ist ein gesetzlicher Eingriff der richtige Weg“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Oder sollen sich die ArbeitnehmerInnen Lohn oder Gehalt wieder im Sackerl auszahlen lassen?“

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Mittlerweile hat Sozialminister Alois Stöger einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der am 1. Jänner 2017 in Kraft treten könnte. Allerdings sperrt sich die ÖVP gegen diese Novellierung des Verbraucher-Zahlungskontogesetzes. Auch die Banken sind gegen ein Verbot, „Transparenz und Kennzeichnungspflicht würden ausreichen.“

Das Thema war aktuell geworden, weil ein Bankomatbetreiber – Euronet – eine Abhebegebühr von 1,95 Euro einführte. Bernhard Achitz kritisiert, dass die Banken jahrelang alles unternommen hätten, um die Kundinnen und Kunden von den Bankschaltern zu vertreiben (und entsprechend Beschäftigte abzubauen) – „und nun, wo ihnen das weitgehend gelungen ist, wollen sie Extragebühren erfinden, obwohl die Menschen ohnehin für die Kontoführung bezahlen.“

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Kongressdoku 2016

Geschätzte Kollegin, geschätzter Kollege, liebes Team Gesundheit!

Es freut uns, Ihnen unseren Kongressfilm zu den von 19.-22. April 2016 stattgefundenen Kongressen (Teamkongress, PGA Pflege Kongress, nationaler SchülerInnen und Studierenden Kongress) mit über 1.500 TeilnehmerInnen präsentieren zu dürfen:

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Zum Kongressfilm >>

Die darin gezeigten Eindrücke haben uns als Veranstaltungs- und Organisationsteam darin bestärkt, diese Veranstaltungsreihe auch 2017 fortzusetzen. Es wäre uns daher eine große Freude und Ehre, Sie auch im nächsten Jahr bei uns als TeilnehmerIn begrüßen zu dürfen. Scheuen Sie sich bitte nicht davor, uns Ihre Ideen, Wünsche, Anregungen, Kritik zu senden. Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Programm und möchten Ihnen auch weiterhin ein so vielfältiges, abwechslungsreiches, individuell gestaltbares Erlebnis bieten.

All jene, die bisher noch nicht teilnehmen konnten, laden wir ein, sich 2017 persönlich von der Programmvielfalt zu überzeugen. Auch weiterhin sind keine Kongressgebühren zu entrichten! Diese Veranstaltungsreihe ist unser Dankeschön für Ihren Einsatz im Dienste am Mitmenschen in dieser Stadt, für Ihr Engagement in diesem 30.000 Menschen umfassenden Team Gesundheit, welches alle Professionen im Wiener Krankenanstaltenverbund vereint.

Bereits im September übermitteln wir Ihnen die exakten Daten für die Fortsetzung.

Vielen Dank, sie haben diese Tage im April 2016 zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

Mit freundlichen Grüßen
Das Organisationsteam

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younion lehnt Entwurf zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz ab

Novelle muss noch einmal überarbeitet werden

Selbstverständlich begrüßt die younion – Hauptgruppe II die Novelle des Gesetzes, gerade in Hinblick auf die Akademisierung – jedoch muss sichergestellt werden, dass die PatientInnen und BewohnerInnen in allen Bundesländern bestmögliche Betreuung und Pflege erfahren. Da dies nicht gewährleistet werden kann, ist die anstehende Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes aus Sicht der younion Hauptgruppe II noch nicht umsetzungsreif.

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Besonders kritisch wird dabei die Schaffung einer dritten Berufsgruppe in der Pflege gesehen. „Die Idee einer kürzeren Ausbildung bei gleichzeitig erweitertem Tätigkeitsprofil für die Pflegefachassistenz – in einem Berufsfeld, in dem zu 80% Frauen tätig sind, die so dann in absehbarer Zukunft mehr Arbeit bei wahrscheinlich geringerem Einkommen versehen werden –ist keine Errungenschaft! Wir verstehen einfach nicht, wie ein Ministerium, das Gesundheit und Belange der Frauen vereint, den Grundstein für diesen Irrweg legen kann.“, so Christa Hörmann, Bundesfrauenvorsitzende der younion-Die Daseinsgewerkschaft und diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester.

„Wir befürchten, dass es aus Kostengründen einen Verdrängungsmechanismus des gehobenen Dienstes hin zur Pflegefachassistenz geben wird. Es sind wohl solche Gedankenspiele, die Länder wie Salzburg und Steiermark dazu bewogen haben, sich nun doch für das neue Gesetz auszusprechen“, Roul Maszar, stellvertretender Vorsitzender der younion Hauptgruppe II.
Auf eines möchte Maszar, seit 1995 selbst diplomierter Gesundheits-und Krankenpfleger, explizit hinweisen: „Klar ist, dass die zukünftige akademische Pflege und aktuell der gehobener Dienst gleichgehalten sind. Angst- und Geschäftemacherei mit jenen MitarbeiterInnen, die bereits seit vielen Jahren engagiert und kompetent Dienst versehen, lehnen wir ab. Wir erwarten uns von der Dienstgeberseite ein klares Bekenntnis, dass die MitarbeiterInnen des gehobenen Dienstes die gleichen Voraussetzungen bei Fortbildungen, Karrierechancen, Bewerbungen oder Anstellungen gegenüber den FachhochschulabsolventInnen haben.“

Die younion Hauptgruppe II fordert, dass die Akademisierungsprogramme für bereits diplomiertes Personal billiger und kürzer werden. „Zwei Jahre Universität, Semesterkosten von 2000 Euro und mehr, damit ich dann eine akademisierte Pflegeperson bin – obwohl man bereits viele Jahre als diplomierte Fachkraft tätig war? Das steht in keiner Relation zur beruflichen Realität. Bereits heute übernehmen Pflegebedienstete unter dem Schlagwort „mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich“ immer mehr Aufgaben von Ärztinnen. Kein ECTS-Punktesystem spiegelt wieder, was diese Menschen bereits täglich leisten“, so Roul Maszar.

Das gemeinsame Ziel für die Gesundheits- und Krankenpflege formuliert Roul Maszar so: „Als Gewerkschaft ist es nun unsere Hauptaufgabe, die Anhebung der Lohnniveaus entsprechend der Verantwortung und den ausgeübten Tätigkeiten und nicht nur alleine aufgrund der Ausbildung zu erstreiten. Denn Qualität hat ihren Preis und diesen Preis müssen die Länder zahlen – ansonsten kostet sie das die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.“

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Wie hoch ist der Preis der Akademisierung?

Fehlende Transparenz, drohende Einsparungen: Gesetzesnovelle wirft Fragen auf

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„Die Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes ist schon längst überfällig. Aber in der vorliegenden Form wirft sie mehr Fragen auf als sie Lösungen bietet“ sagte heute, Donnerstag, Christopher Scepka, Jugendreferent der Hauptgruppe II der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Nicht nur, dass aufgrund der neuen Dreispartigkeit der Pflegeberufe die Übersicht und die Transparenz für die PatientInnen verloren gehen könnte. Weiter ist auch zu befürchten, dass hinter der Novellierung als Intention eine reine Kostenreduktion steht. „Wenn man nach und nach die Personalschlüssel umdreht und dadurch mehr Personal für die Aufgaben in der Pflege mit weniger Ausbildung einstellt, passt das mit einer propagierten Qualitätssteigerung nicht zusammen“, warnt Scepka, selbst diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Zu befürchten sei, dass die Novellierung das Pflegesystem billiger machen soll. Scepka: „Ob dann auch die schon längst notwendige quantitative Steigerung – mehr Personal in der Pflege – kommt, bleibt abzuwarten.“

Auch die Frage nach der Attraktivierung der Pflegeausbildungen bleibt weitestgehend offen. „Jungen Leuten sollten Perspektiven geboten werden. Deshalb werden wir uns die Entwicklung in den Ausbildungen genauestens anschauen. Die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz ist als berufliche Erstausbildung gedacht, daher müssen auch Anreize geschaffen werden, damit junge Menschen diese Ausbildung annehmen“, fordert Scepka.
„In der traditionellen Ausbildung zur diplomierten Gesundheits-und Krankenpflegeperson ist ein Taschengeld gesetzlich verankert. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, auch für die Ausbildung der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz solche und weitere Anreize zu schaffen. Wien sollte da natürlich als Vorbild fungieren!“, so Scepka weiter.

Entsprechend dem Klinisch-Praktischen Jahr in der Medizinausbildung sollen die Praktika in der gleichen Höhe für alle Ausbildungen im Gesundheitsbereich finanziell abgegolten werden. Für das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal ist der Bachelor anzuerkennen, damit die Masterstudiengänge für diese nicht verschlossen bleiben. Der Gesetzesgeber muss garantieren, dass Jung-DiplomandInnen und das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, die heute schon das Gesundheitssystem aufrechterhalten, gegenüber den FH-AbsolventInnen nicht benachteiligt werden, wenn es um Fortbildungen, Bewerbungen oder Anstellungen geht.

„Wenn es um die Interessen und Rechte der ArbeitnehmerInnen und Auszubildenden in der Pflege geht, werden wir uns als Sozialpartner natürlich weiterhin einmischen, wo es notwendig ist!“ schloss Scepka.

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Forderungen zur Digitalisierung

Gute Arbeit durch Arbeiten 4.0, Shared Economy & Co? Nur wenn wir den digitalen Wandel mitgestalten!

Wir befinden uns mitten im digitalen Wandel, in der sogenannten 4. industriellen Revolution. Ergeben sich damit Veränderungen der Arbeitswelt, mit deren Folgen die ArbeitnehmerInnen leben müssen? Oder besteht die Möglichkeit durch diese Entwicklung die Arbeit auch besser zu gestalten? Wir sind gefordert diesen digitalen Wandel mitzugestalten und die Rahmenbedingungen für gute Arbeit für alle zu gewährleisten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Entwicklungen der digitalen Technologie unaufhaltsam voranschreiten. Das große Potenzial an Technik ermöglicht die Automatisierung von verschiedenen Tätigkeiten in beinahe allen Dienstleistungsbereichen. Online-Märkte, Systeme wie car-sharing, Crowd-Working-Plattformen oder Uber drängen auf den Markt und stehen somit in Konkurrenz mit den herkömmlichen Erbringungsarten. Die Digitalisierung wird zu einem Geschäftsmodell, das sich nicht mehr aufhalten lässt.

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Der digitale Wandel ist allerdings kein Naturgesetz, vielmehr ein von Menschen gesteuerter Prozess, der durchaus auch den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst werden kann. Statt abzuwarten, welche Folgen für die Qualität der Arbeit zu erkennen sind, wird es notwendig eine eigenständige Strategie für gute Arbeit zu etablieren. Kernbereiche dieser Strategie können ua weniger körperliche und psychische Belastungen, weniger Routinearbeit, alternsgerechte Arbeitsgestaltung, Vermeidung von Nachtarbeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, kürzere Arbeitszeiten, etc. sein. Die Gestaltung und den Einsatz der Technik strikt an gesellschaftlichen Zielen aufzuziehen, wäre eine echte industrielle Revolution.

Um eine Annäherung an diese Fragestellungen zu erreichen, veranstaltete younion _ Die Daseinsgewerkschaft gemeinsam mit dem Europäischen Gewerkschaftsverband der öffentlichen Dienste (EPSU) eine internationale Konferenz zu diesem Thema. Rund 50 TeilnehmerInnen diskutierten zu verschiedenen Themen der Digitalisierung, sei es Datenschutz betrieblich oder privat, Erneuerung von Arbeitsplätzen und Kapazitäten, Umschulungen und Veränderungen in der Aus- und Weiterbildung.

Ein weiterer Tag mit BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen zeigte die möglichen Auswirkungen auf die Stadt Wien, die betrieblichen Strukturen und jede einzelne Arbeitskraft auf. Die RednerInnen der Konferenzen gaben ihre Expertise und ihre Prognosen zum Besten und konnten erste Einblicke in mögliche Gestaltungen des digitalen Wandels geben.

younion _ Die Daseinsgewerkschaft fordert angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung folgende Maßnahmen:

  • Öffentliche Dienstleistungen dürfen durch den digitalen Wandel nicht liberalisiert werden. Die Auslagerung von Aufgaben des öffentlichen Dienstes auf Crowd-Working-Plattformen wird abgelehnt.
  • Veränderungen in der Arbeitstätigkeit erfordern gezielte und individuelle Aus- und Weiterbildungs- sowie Qualifizierungsangebote, diese müssen in jedem Dienstleistungsbereich gewährleistet werden.
  • ArbeitnehmerInnenrechte dürfen durch den digitalen Wandel nicht untergraben oder verletzt werden. Die Überprüfung und gegebenenfalls gesetzliche Anpassung der ArbeitnehmerInnenrechte an neue Rahmenbedingungen hat zu erfolgen. Die Beteiligung der ArbeitnehmerInnenvertretung in den Prozess der Einführung und Verwendung neuer Technologien am Arbeitsplatz ist auszubauen.
  • Verpflichtende Maßnahmen um einen Informationsüberfluss und eine Überwachung bzw Taktung verschiedener Arbeitsschritte nicht zu Ungunsten der ArbeitnehmerInnen ausfällt und die Arbeitsbedingungen noch bewältigt werden können.
  • Verpflichtenden Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Datenschutzes um Tätigkeiten und ArbeitnehmerInnen vor Risiken zu schützen und Transparenz nicht zur Überwachung werden zu lassen.
  • Verpflichtende Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsförderung.(Durchsetzung in Betriebsvereinbarungen)
  • Es geht darum, Teilhabe an der Arbeit – wenn notwendig durch deutliche Arbeitszeitverkürzung – zu sichern, Erwerbsarbeit und individuellen Lebensrhythmus in Einklang zu bringen, gerechte Löhne für alle durchzusetzen und soziale Sicherheit durch staatliche Sicherungssysteme zu bewahren. Die Auswirkungen der Digitalisierung müssen Teil der in Europa geführten Diskussion über die Work-Life- Balance werden.
  • Österreich braucht daher eine geeignete digitale Strategie um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können.

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Arbeit fair teilen

Die einen brauchen mehr Freizeit, die anderen einen Arbeitsplatz

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In Österreich werden pro Jahr rund 270 Millionen Überstunden geleistet. Wobei die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei rund 42 Stunden liegt. Damit gehört Österreich zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten in Europa. Während viele Beschäftigte unter langen Arbeitszeiten leiden, steigt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit. Über 430.000 Menschen sind derzeit ohne Arbeit. Aus Sicht des ÖGB ist daher eine Arbeitszeitverkürzung notwendig, um die vorhandene Arbeit gerechter zu verteilen. „Arbeitszeitverkürzung sichert Lebensqualität und Arbeitsplätze“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Denn wer kürzer arbeitet, ist gesünder und hat mehr Lebensqualität. Und: Nur wer länger gesund ist, kann auch länger im Arbeitsleben bleiben.

Arbeitszeit verkürzen, Urlaubsanspruch erhöhen
„Als Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung könnte man damit beginnen, die Überstunden zu reduzieren, indem man sie für die Arbeitgeber teurer macht. Und zwar um einen Euro pro Überstunde, der jeweils zur Hälfte an Arbeitslosen- und Krankenversicherung fließt“, fordert der Leitende Sekretär des ÖGB. Ein weiterer Schritt zur effektiven Arbeitszeitverkürzung ist die Erhöhung des Urlaubsanspruchs. Achitz: „Alle ArbeitnehmerInnen sollen die Chance auf die sechste Urlaubswoche bekommen – und nicht nur diejenigen, die 25 Jahre in ein und demselben Betrieb beschäftigt sind.“ Das war ursprünglich auch so geplant, allerdings haben sich Arbeitsmarkt und Gesellschaft verändert, die Menschen wechseln häufiger den Arbeitsplatz, ob freiwillig oder unfreiwillig.

Der ÖGB fordert:

  • Arbeitszeitverkürzung: Verkürzung der Normalarbeitszeit sowie der höchstzulässigen Tages- und Wochenarbeitszeit. Dabei müssen die Kaufkraft und damit der Lebensstandard der ArbeitnehmerInnen gesichert bleiben.
  • Ausbau der Kontrolle bei Arbeitszeitverletzungen: striktere Kontrolle durch Arbeitsinspektorate, ausreichend Personal und Geld für Kontrollbehörden, stärkere Kontrollbefugnisse der Betriebsräte (besonders bei Zugriff auf Daten).
  • Arbeitgeber müssen einen Euro pro Überstunde einzahlen, je zur Hälfte an das AMS und ins Gesundheitssystem. Das Ziel: weniger Überstunden, mehr Geld für die Behebung gesundheitlicher Schäden.

Die sechste Urlaubswoche muss für alle ArbeitnehmerInnen leichter erreichbar sein – unabhängig davon, ob sie jahrelang in derselben Firma arbeiten.

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younion-Frauen begrüßen Einigung bei Kindergeld

Sie konnten sich letztendlich doch einigen: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) gaben am Dienstag die Details der Kindergeld-Reform bekannt. Erstmals wird es auch für die Privatwirtschaft einen bezahlten Papamonat geben – im Öffentlichen Dienst gibt es diesen bereits.

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„Im Dienstrecht der Gemeindebediensteten wurde die Möglichkeit einer Frühkarenz (Babymonat) bereits geschaffen“, erklärt Christa Hörmann, Bundesfrauenvorsitzende der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. Der Zeitraum, in dem Väter bei ihren Neugeborenen daheim bleiben können ist mit maximal 28 Tagen festgesetzt. „Damit die Gemeindebediensteten nicht um den Familienzeitbonus umfallen, wurde die Konsumationszeit schließlich von 28 bis 31 Tagen, statt wie ursprünglich geplant strikte 31 Tage, erweitert. Eine finanzielle Ungleichbehandlung der Gemeindebediensteten hätten wir nicht akzeptiert“, so Hörmann.

„Damit wir werdende Eltern optimal beraten können braucht es einen Online-Rechner, um sich die jeweiligen Beträge und die optimale Variante ausrechnen zu können“, fordert Jasmin Merdinger, Bundesfrauen-Referentin der younion.

Die pauschalen Varianten des Kindergeldes sollen mit der ab 1. März 2017 geltenden Reform in ein flexibles Konto münden. Damit sollen die finanziellen Unterschiede der früheren Pauschalvarianten aufgehoben werden. Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bleibt bestehen. Der „Partnerschaftsbonus“ für eine möglichst gleichmäßige Aufteilung zwischen Mutter und Vater soll nun auch für das einkommensabhängige Kindergeld gelten. Wenn die Betreuung mit 50:50 oder 60:40 aufgeteilt wird, gibt es einen Bonus von 1.000 Euro.

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Meidlinger: Strukturreform muss auch für Beschäftigte Vorteile bringen

Entlastung und gute Bezahlung für hervorragende Leistungen sind sicher zu stellen.

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„Wir stehen einer Strukturreform in Wien offen gegenüber. Allerdings muss sie auch Vorteile für die Beschäftigten bringen“, erklärte heute, Mittwoch, der Vorsitzende der younion_Die Daseinsgewerkschaft zur Diskussion über eine Aufgabenreform.

„Wir befinden uns permanent in Umstellungsphasen“, stellte Meidlinger klar. Die Herausforderungen der wachsenden Bevölkerungszahlen und die damit verbundenen Aufgaben der Bundeshauptstadt sind zu bewältigen. Hinzu kommen von der Politik gewollte Verschiebungen wie Personalausbau in den Kindergärten oder bei der Administrierung der Mindestsicherung. All das war nur mit starken Produktivitätssteigerungen umzusetzen.

„All diese Aufgaben waren und sind ohne zusätzliches Personal im Gemeindedienst umzusetzen“, betonte Meidlinger. Von einer Strukturreform erwartet sich die Gewerkschaft daher neben dem Abbau von Bürokratie eine Entlastung der Beschäftigten und die Sicherstellung von guter Bezahlung für die hervorragenden Leistungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

„Andere Großstädte wie etwa Berlin haben ebenfalls Verwaltungsreformen in Angriff genommen und zum Teil bereits abgeschlossen. Diese Beispiele werden wir natürlich zum Vergleich heranziehen und in eine offene Diskussion einbringen. Mitzudenken sind auch die verschiedenen Firmen, in deren Rahmen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger erbracht werden“, schloss Meidlinger.

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Team Gesundheit schafft Klarheit

Verhandlungen mit dem KAV-Management über zukünftige Maßnahmen

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Auf zeitgleich stattfindenden Versammlungen in allen Dienststellen des Wiener Krankenanstaltenverbundes haben die örtlichen Gewerkschafts- und Personalvertretungen über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu Gehalt und Rahmenbedingungen mit der Unternehmensführung des Krankenanstaltenverbundes informiert – und einen „heißen Frühling in Wien“ angekündigt.

„Wir lassen uns nicht spalten. Wir sind das Team Gesundheit und stehen hier für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Entlohnung unserer Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Wolfgang Hofer, Vorsitzender der Personalvertretung und des Gewerkschaftsausschusses im AKH. Auf den zentral in allen Dienststellen zeitgleich stattfindenden Dienststellenversammlungen kommen Mitglieder aus dem gesamten Team Gesundheit zusammen – die Beschäftigten aus dem Wiener KAV. Anlass sind die aktuell ins Stocken geratenen Verhandlungen der younion Hauptgruppe II mit dem KAV-Management.

„Am 31. März 2016 ist die Frist abgelaufen, die wir dem Management gesetzt hatten, um auf unseren Forderungskatalog zu reagieren. Leider fühlten wir uns vom Verhandlungsgegenüber bis zuletzt nicht ernstgenommen. Es geht hier um Korrekturen, die zwingend notwendig sind, damit die Beschäftigten im Wiener KAV ihrer Kernaufgabe nachkommen können: sich um das Wohl der zu versorgenden PatientInnen kümmern und damit dem Wohl der Gesundheit der gesamten Wiener Bevölkerung zu dienen“, erklärt Kurt Felber, Vorsitzender der Personalvertretung des Gewerkschaftsausschusses im SMZ-Ost.

Der Forderungskatalog enthält neben einer angemessenen Steigerung der Gehälter, Erhöhung der Sonn-, Nacht- und Feiertagszuschläge auch konkrete Anliegen aller Beschäftigten. Zentrale Themen sind: „Eigenleistung statt Fremdvergabe“, „sofortige Nachbesetzung freier Dienstposten“, „Feiertag reduziert die Sollarbeitszeit“ oder die bereits länger geforderten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten und zum altersgerechtem Arbeiten.

„An den qualitativen Forderungen kann man deutlich sehen, dass es unseren Beschäftigten nicht einfach nur darum geht mehr Geld im Portemonnaie zu haben. Klar ist das wichtig und in Anbetracht der stetig steigenden Leistungszahlen auch angemessen. Aber noch wichtiger ist es, seiner Arbeit mit Freude nachzugehen und dabei gesund zu bleiben – und zwar bis zum Regelpensionsalter von 65 Jahren“, ergänzt Wolfgang Hofer.

Über die fehlende Kompromissbereitschaft des KAV-Managements sind die Vertreter von Gewerkschaft und Personalvertretung enttäuscht.

„Das Team Gesundheit leidet massiv darunter, ständig nur auf einen Kostenfaktor reduziert zu werden. Wir sind Menschen, die helfen und heilen. Wir sind zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Gesundheit der WienerInnen zuständig – so kann man einfach nicht mit uns umgehen“, bekräftigt Kurt Felber, Vorsitzender der FSG Hauptgruppe II.

Auch eine mögliche Eskalation der Lage wurde besprochen, falls die Verhandlungen platzen – die Personalvertreter sprechen hier geheimnisvoll von einem „heißen Frühling in Wien“. Das KAV-Management solle sich auf unterschiedliche Aktionen und Maßnahmen in den Wiener Spitälern, Pflegewohnhäusern, in der Generaldirektion und in den Serviceeinrichtungen einstellen.

Welche konkreten Maßnahmen geplant sind, wollen die Gewerkschaftsvertreter noch nicht preisgeben. „Das folgt schon einer klaren Dramaturgie mit größeren Aktionen und kleineren Maßnahmen – es soll wachrütteln und unsere Forderungen unterstützen! Aber dazu können wir heute noch nicht mehr verraten, sonst ist es ja keine Überraschung mehr. Zeitgleich ist nun die Stadt als Dienstgeberin und nächste Instanz gefordert, die Verhandlungen rasch einem positiven Abschluss zuzuführen, denn immerhin liegen unsere Forderungen seit September 2015 offiziell auf“, so Susanne Jonak, Vorsitzende der Hauptgruppe II, abschließend hierzu.

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