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November 2022

Gehaltsverhandlungen 2023 sind abgeschlossen!

9,41 % – 7,15 %, mindestens 170 €

Die Löhne und Gehälter werden mit 1.1.2023 um 7,15 % und mindestens um 170 Euro erhöht.
Das ergibt bei kleinen Einkommen bis zu +9,41%.
Die Zulagen und Nebengebühren werden um 7,32 % erhöht. Das Ergebnis konnte heute Früh mit Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Magnus Brunner erzielt werden. Dieser Abschluss gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien und gilt für 12 Monate.


Das Treffen der Vertreter*innen der beiden Fachgewerkschaften younion und GÖD, mit Vizekanzler Kogler und Finanzminister Brunner, fand am 11. November 2022 statt

Die 2. Runde der Gehaltsverhandlungen verlief in wertschätzender Atmosphäre, in der vor allem die großen zusätzlichen Belastungen des Gemeindedienstes im Vordergrund standen, berichtet younion-Vorsitzender Christian Meidlinger.

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In dieser Verhandlungsrunde wurde von Vizekanzler Werner Kogler sowie Finanzminister Magnus Brunner noch kein konkretes Angebot vorgelegt.

Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat in Übereinstimmung mit der GÖD daher auch noch keine in Zahlen gegossene Forderung erhoben.

In den kommenden Tagen werden vertiefende Gespräche geführt, einen genauen Termin für 3. Verhandlungsrunde gibt es noch nicht.


Die erste Runde der Gehaltsverhandlungen ist zu Ende gegangen.

Außer Streit gestellt wurde

  • die Inflation*mit 6,9%, das Wirtschaftswachstum2022
  • mit 4,75% und die Wirksamkeit mit 1.1.2023.
  • Wirksamkeitsbeginn mit 1. Jänner 2023
Am 11. November findet die zweite Runde statt.
*Für die Gehaltsverhandlungen wird die sogenannte rollierende Inflation herangezogen. Sie wird über einen anderen Zeitraum berechnet (Oktober 2021 bis September 2022). Dadurch ergibt sich eine andere Zahl, als die Monats- oder Jahresinflation.

 


Vorabinfo zu den Gehaltsverhandlungen 2023

Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat in einem Brief an Vizekanzler Werner Kogler die Aufnahme von Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2023 gefordert. Hier findest du die 10 wichtigsten Fragen & Antworten dazu.

10 FRAGEN & ANTWORTEN ZU DEN GEHALTSVERHANDLUNGEN

1. Wann starten die Gehaltsverhandlungen?

Die Verhandlungen haben bereits begonnen. Die erste Runde fand am 20.10.2022 statt. Dabei konnten wichtige Eckdaten außer Streit gestellt werden. Die nächste Runde findet am 11. November 2022 statt.

2. Wer führt die Verhandlungen?

younion _ Die Daseinsgewerkschaft führt die Gespräche gemeinsam mit der GÖD (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) mit einem 15-köpfigen Team.

3. Gibt es schon eine klare Forderung?

Nein, die gibt es ganz bewusst noch nicht. Erstens aus verhandlungstaktischen Gründen, zweitens, weil erst die rollierende Inflationsrate außer Streit gestellt werden muss.

4. Die Inflation ist doch längst klar, oder?

Für die Gehaltsverhandlungen wird traditionell die (rollierende) Inflation zwischen Oktober (2021) und September (2022) herangezogen. Aber auch das ist natürlich – genau genommen – noch Verhandlungssache.

5. Wie schaut das wirtschaftliche Umfeld für die Verhandlungen aus?

Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) sieht das heurige Wachstum bei 4,3 %, das IHS (Institut für Höhere Studien) bei 3,8 %. Das wirtschaftliche Umfeld sieht also sehr gut aus.

6. Hat der Staat genug Geld für Gehaltserhöhungen?

Der Bund hat noch nie so viele Steuern eingenommen wie heuer.

7. Ist younion _ Die Daseinsgewerkschaft bereit für einen Streik?

Wir sind eine Kampforganisation, die alle gewerkschaftlichen Mittel für unsere rund 145.000 Mitglieder ausschöpfen kann – auch sehr flexibel und kurzfristig.

8. Hat das bloße Reden wirklich Erfolg?

Allein im vergangenen Jahr lagen wir mit einem Plus von 3 % deutlich über der Inflation. Auch die Jahre zuvor waren wir erfolgreich.

9. Wann werden die Verhandlungen abgeschlossen sein?

Das lässt sich leider nicht beantworten. Wir verhandeln auf jeden Fall für die Gehälter ab 1.1.2023 – egal wie lange es dauert. Nicht zu vergessen, dass das 13. und 14. Gehalt auch jedes Jahr extra verhandelt werden muss.

10. Welche Themen werden die heurigen Gehaltsverhandlungen am stärksten beeinflussen?

Ganz klar die für jeden deutlich spürbaren Teuerungen und der Personalmangel. Viele Städte und Gemeinden suchen nach neuen Leuten. Die Jobs müssen auch finanziell attraktiver werden.


In einem Brief an Minister Werner Kogler fordert younion _ Die Daseinsgewerkschaft die Aufnahme von Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2023.

Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Vizekanzler!

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns nach wie vor. Alle Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst haben wesentlich dazu beigetragen, dass die negativen Auswirkungen begrenzt werden konnten und mittlerweile eine positive Zukunftsperspektive gegeben ist. Zusätzlich zu diesen enormen Herausforderungen, die bewältigt werden mussten und müssen, tobt seit 24. Februar 2022 ein brutaler Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Auch das fordert unsere Kolleginnen und Kollegen enorm – sei es bei der Integration, Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten, die durch diese sicherheitspolitische Krise in Europa notwendig geworden sind.

Eine noch nie dagewesene Anzahl an Volksbegehren, die zu organisierenden Gemeinderats-, Landtags- und die Bundespräsidentenwahl(en) belasten die Beschäftigten sowie unsere Kolleginnen und Kollegen zusätzlich.

Die erwartete Pensionierungswelle im Öffentlichen Dienst der sogenannten „Baby Boomer Generation“ ist mittlerweile eingetreten. Der deutliche Anstieg der zu bewältigenden Aufgaben und Personalnot in vielen Bereichen führen dazu, dass die Belastungen unserer Kolleginnen und Kollegen immer größer werden, am Beispiel der Pflege, der Kinderbildungseinrichtungen, in der Kinder- und Jugendhilfe, sowie alle Bereiche der Daseinsvorsorge, um nur einige zu nennen.

Nur durch das große persönliche Engagement aller Kolleginnen und Kollegen kann die hohe Leistungsqualität im gesamten Öffentlichen Dienst aufrechterhalten werden.

Die mittlerweile prekäre Personalsituation sowie der enorme Druck durch ständig steigende Aufgaben wirken sich negativ auf die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes aus, wie die Studie des Städtebundes (Die Gemeinde als Arbeitgeberin 2022) belegt.

Dazu kommt der enorme Preisanstieg – sowohl im Energiebereich, Wohnen, Lebensmitteln als auch bei Gütern des täglichen Bedarfs – dieser belastet nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen, sondern sie machen sich große Sorgen, wie sie das tägliche Leben finanzieren.

Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung in Hinblick auf das Gehaltsabkommen für 2023. Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft fordert eine nachhaltige Erhöhung der Gehälter, Monatsentgelte und Zulagen, damit eine dauerhafte Sicherung und Steigerung der Kaufkraft für alle öffentlich Bediensteten erreicht wird.

Neben den außer Streit zu stellenden Erkenntnissen der Wirtschaftsforschungsinstitute bezüglich Inflation und Wirtschaftswachstum, sollen auch der enorme Belastungsanstieg durch mehrere zu bewältigende Krisen, Basis für die Verhandlungen sein.

Ing. Christian Meidlinger
younion Vorsitzender

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