Optierung

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Hier kommen die Fakten zur Optierung

 

Wer bestimmt, ob es eine Optierung gibt oder nicht?

Das entscheidet die Dienstgeberin und damit die Stadt Wien. Die Stadt Wien kennt Ihre finanziellen Möglichkeiten, die Stadt alleine weiß, was sie zur Schaffung aller notwendigen Ressourcen (Rechtssicherheit etc.) benötigt.

Als Gewerkschaft stellen wir klare Forderungen, die je nach Organisationsgrad leichter oder schwieriger umzusetzen sind. In unserem Fall haben wir eine gute Ausgangsposition.

Aufgrund der Dimension können sich aber zeitliche Verzögerungen ergeben bis endgültige Ergebnisse aufliegen.

 

Was ist neu an der „Besoldung neu“?

Die „Besoldung neu“ bereinigt die bisherigen Schwächen des Altsystems. Was man wirklich tut, ist wichtig – nicht einzig, was man gelernt hat. In der alten Besoldung ist die Qualifikation, also die zuvor absolvierte Ausbildung, sowie das Senioritätsprinzip entscheidend für den Verdienst.

Wichtig: Jetzt ist die Ausbildung nur mehr einer von mehreren maßgebenden Faktoren. Die Entlohnung orientiert sich primär an der ausgeübten Tätigkeit.

Zulagen und Nebengebühren werden in den Funktionsbezug integriert – dadurch wird das System gerechter, transparenter und nachvollziehbarer.

Also nochmal: Es zählt, was man tut und nicht so sehr, was man mal gelernt hat.

 

Kann ich jetzt als Kollegin oder Kollege im Altystem ebenfalls in die „Besoldung neu“ wechseln (optieren)?

Zurzeit kann man nicht sagen, ob sich die Stadt Wien für eine Optierung nach Ende des Evaluierungszeitraumes Ende 2019 aussprechen wird, obwohl eine Optierung für Kolleginnen und Kollegen im Altsystem unsere zentrale Forderung im Verhandlungsprozess war und ist.

Bitte bedenken Sie aber: Ein neues System mit einem bestimmten Stichtag (01.01.2018) für neu eintretende Kolleginnen und Kollegen einzuführen, ist leichter, als ein bestehendes System umzustellen. Denn uns ist wichtig, dass sichergestellt wird, dass jede/r einzelne/r Kollegin und Kollege individuell beraten werden kann.

Wichtig: Mit dem Wechsel in die „Besoldung Neu“ wechseln sie automatisch auch in das „Dienstrecht Neu“ (= Wiener Bedienstetengesetz ab 01.01.2018)!

 

Wann würde sich eine Optierung für mich lohnen?

Vor dem Wechsel ins neue System, müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie sieht es im neuen System mit meiner Abfertigung aus?
  • Ich bin pragmatisiert. Ein Umstieg bedeutet den Verlust des Pragmatikums. Welche Konsequenzen zieht das nach sich (Ruhestand / Pension, Arbeitslosigkeit,…)?
  • Werden meine Vordienstzeiten im vollen Ausmaß angerechnet?
  • Macht ein Umstieg in meiner Gehaltsstufe bzw. in meinem Dienstalter noch Sinn?
  • Verändert sich an meinen Tätigkeiten nach der Optierung etwas?
  • Wie hoch wäre mein monatlicher Zugewinn nach einem Umstieg?
  • Habe ich durch einen Umstieg Verluste in der Lebensverdienstsumme?

Auf all diese Fragen gibt es derzeit keine Antworten – nur Vermutungen. Zudem müssen Antworten auf diese Fragen rechtssicher sein. Der kleinste Irrtum könnte fatale Folgen für die Kolleginnen und Kollegen haben. Wir brauchen daher zuerst einmal Rechtssicherheit und Zeit, um ausreichend viele BeraterInnen für ca. 60.000 Bedienstete bei der Stadt Wien zu qualifizieren.

 

So gravierend werden die Veränderungen bei einem Wechsel schon nicht sein, oder?

Neu ist nicht zwingend immer besser – gerade wenn Sie schon lange im alten System arbeiten. Es gilt: Je länger Sie im Altsystem beschäftigt sind, umso geringer würde der Vorteil bei einer Optierung ausfallen, denn die Gehaltskurve im neuen System ist flacher, während sie im alten System bei Ihnen vielleicht noch steigt. Und zur ganzen Wahrheit gehört auch: Wenn Sie schon lange in einem nach Seniorität bezahlten Schema sind, könnte der Wechsel sogar einen Verlust für Sie bedeuten.

Wichtig: Bitte blicken Sie nicht nur aufs Geld, sondern auch auf das Dienstrecht (= Wiener Bedienstetengesetz ab 01.01.2018)!

  • Wussten Sie, dass die siebente Urlaubswoche wegfällt?
  • Wussten Sie, dass Urlaub ohne Bezüge von 10 Jahren auf 3 Jahre reduziert wurde?
  • Wussten Sie, dass es keine 2 jährigen Gehaltsvorrückungen mehr gibt?
  • Wird also Ihre Tätigkeit nicht mehr benötigt, können Sie für andere Aufgaben eingesetzt werden – mit einer eventuell damit einhergehenden Veränderung Ihrer Bezahlung.
  • usw.

 

Ich will gar nicht optieren!

Wenn die Optierung für Kolleginnen und Kollegen im Altystem kommt, wird sie immer nur auf freiwilliger Basis sein. Niemand kann oder wird Sie zu einem Umstieg zwingen. Wenn es so weit ist, lassen Sie sich ausführlich beraten und entscheiden dann.

Wichtig: Eine einmal getroffene Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden.

 

Ich will die neue Besoldung, aber das alte Dienstrecht!

Es kann nicht nur Vorteile geben und es wäre auch nicht fair gegenüber jenen, die neu in das System einsteigen. Wenn neu dann alles neu.

 

Ihr Team Gesundheit mit Kämpferherz