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Gehaltsverhandlungen 2023 sind abgeschlossen!

9,41 % – 7,15 %, mindestens 170 €

Die Löhne und Gehälter werden mit 1.1.2023 um 7,15 % und mindestens um 170 Euro erhöht.
Das ergibt bei kleinen Einkommen bis zu +9,41%.
Die Zulagen und Nebengebühren werden um 7,32 % erhöht. Das Ergebnis konnte heute Früh mit Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Magnus Brunner erzielt werden. Dieser Abschluss gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien und gilt für 12 Monate.


Das Treffen der Vertreter*innen der beiden Fachgewerkschaften younion und GÖD, mit Vizekanzler Kogler und Finanzminister Brunner, fand am 11. November 2022 statt

Die 2. Runde der Gehaltsverhandlungen verlief in wertschätzender Atmosphäre, in der vor allem die großen zusätzlichen Belastungen des Gemeindedienstes im Vordergrund standen, berichtet younion-Vorsitzender Christian Meidlinger.

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In dieser Verhandlungsrunde wurde von Vizekanzler Werner Kogler sowie Finanzminister Magnus Brunner noch kein konkretes Angebot vorgelegt.

Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat in Übereinstimmung mit der GÖD daher auch noch keine in Zahlen gegossene Forderung erhoben.

In den kommenden Tagen werden vertiefende Gespräche geführt, einen genauen Termin für 3. Verhandlungsrunde gibt es noch nicht.


Die erste Runde der Gehaltsverhandlungen ist zu Ende gegangen.

Außer Streit gestellt wurde

  • die Inflation*mit 6,9%, das Wirtschaftswachstum2022
  • mit 4,75% und die Wirksamkeit mit 1.1.2023.
  • Wirksamkeitsbeginn mit 1. Jänner 2023
Am 11. November findet die zweite Runde statt.
*Für die Gehaltsverhandlungen wird die sogenannte rollierende Inflation herangezogen. Sie wird über einen anderen Zeitraum berechnet (Oktober 2021 bis September 2022). Dadurch ergibt sich eine andere Zahl, als die Monats- oder Jahresinflation.

 


Vorabinfo zu den Gehaltsverhandlungen 2023

Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat in einem Brief an Vizekanzler Werner Kogler die Aufnahme von Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2023 gefordert. Hier findest du die 10 wichtigsten Fragen & Antworten dazu.

10 FRAGEN & ANTWORTEN ZU DEN GEHALTSVERHANDLUNGEN

1. Wann starten die Gehaltsverhandlungen?

Die Verhandlungen haben bereits begonnen. Die erste Runde fand am 20.10.2022 statt. Dabei konnten wichtige Eckdaten außer Streit gestellt werden. Die nächste Runde findet am 11. November 2022 statt.

2. Wer führt die Verhandlungen?

younion _ Die Daseinsgewerkschaft führt die Gespräche gemeinsam mit der GÖD (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) mit einem 15-köpfigen Team.

3. Gibt es schon eine klare Forderung?

Nein, die gibt es ganz bewusst noch nicht. Erstens aus verhandlungstaktischen Gründen, zweitens, weil erst die rollierende Inflationsrate außer Streit gestellt werden muss.

4. Die Inflation ist doch längst klar, oder?

Für die Gehaltsverhandlungen wird traditionell die (rollierende) Inflation zwischen Oktober (2021) und September (2022) herangezogen. Aber auch das ist natürlich – genau genommen – noch Verhandlungssache.

5. Wie schaut das wirtschaftliche Umfeld für die Verhandlungen aus?

Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) sieht das heurige Wachstum bei 4,3 %, das IHS (Institut für Höhere Studien) bei 3,8 %. Das wirtschaftliche Umfeld sieht also sehr gut aus.

6. Hat der Staat genug Geld für Gehaltserhöhungen?

Der Bund hat noch nie so viele Steuern eingenommen wie heuer.

7. Ist younion _ Die Daseinsgewerkschaft bereit für einen Streik?

Wir sind eine Kampforganisation, die alle gewerkschaftlichen Mittel für unsere rund 145.000 Mitglieder ausschöpfen kann – auch sehr flexibel und kurzfristig.

8. Hat das bloße Reden wirklich Erfolg?

Allein im vergangenen Jahr lagen wir mit einem Plus von 3 % deutlich über der Inflation. Auch die Jahre zuvor waren wir erfolgreich.

9. Wann werden die Verhandlungen abgeschlossen sein?

Das lässt sich leider nicht beantworten. Wir verhandeln auf jeden Fall für die Gehälter ab 1.1.2023 – egal wie lange es dauert. Nicht zu vergessen, dass das 13. und 14. Gehalt auch jedes Jahr extra verhandelt werden muss.

10. Welche Themen werden die heurigen Gehaltsverhandlungen am stärksten beeinflussen?

Ganz klar die für jeden deutlich spürbaren Teuerungen und der Personalmangel. Viele Städte und Gemeinden suchen nach neuen Leuten. Die Jobs müssen auch finanziell attraktiver werden.


In einem Brief an Minister Werner Kogler fordert younion _ Die Daseinsgewerkschaft die Aufnahme von Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2023.

Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Vizekanzler!

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns nach wie vor. Alle Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst haben wesentlich dazu beigetragen, dass die negativen Auswirkungen begrenzt werden konnten und mittlerweile eine positive Zukunftsperspektive gegeben ist. Zusätzlich zu diesen enormen Herausforderungen, die bewältigt werden mussten und müssen, tobt seit 24. Februar 2022 ein brutaler Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Auch das fordert unsere Kolleginnen und Kollegen enorm – sei es bei der Integration, Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten, die durch diese sicherheitspolitische Krise in Europa notwendig geworden sind.

Eine noch nie dagewesene Anzahl an Volksbegehren, die zu organisierenden Gemeinderats-, Landtags- und die Bundespräsidentenwahl(en) belasten die Beschäftigten sowie unsere Kolleginnen und Kollegen zusätzlich.

Die erwartete Pensionierungswelle im Öffentlichen Dienst der sogenannten „Baby Boomer Generation“ ist mittlerweile eingetreten. Der deutliche Anstieg der zu bewältigenden Aufgaben und Personalnot in vielen Bereichen führen dazu, dass die Belastungen unserer Kolleginnen und Kollegen immer größer werden, am Beispiel der Pflege, der Kinderbildungseinrichtungen, in der Kinder- und Jugendhilfe, sowie alle Bereiche der Daseinsvorsorge, um nur einige zu nennen.

Nur durch das große persönliche Engagement aller Kolleginnen und Kollegen kann die hohe Leistungsqualität im gesamten Öffentlichen Dienst aufrechterhalten werden.

Die mittlerweile prekäre Personalsituation sowie der enorme Druck durch ständig steigende Aufgaben wirken sich negativ auf die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes aus, wie die Studie des Städtebundes (Die Gemeinde als Arbeitgeberin 2022) belegt.

Dazu kommt der enorme Preisanstieg – sowohl im Energiebereich, Wohnen, Lebensmitteln als auch bei Gütern des täglichen Bedarfs – dieser belastet nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen, sondern sie machen sich große Sorgen, wie sie das tägliche Leben finanzieren.

Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung in Hinblick auf das Gehaltsabkommen für 2023. Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft fordert eine nachhaltige Erhöhung der Gehälter, Monatsentgelte und Zulagen, damit eine dauerhafte Sicherung und Steigerung der Kaufkraft für alle öffentlich Bediensteten erreicht wird.

Neben den außer Streit zu stellenden Erkenntnissen der Wirtschaftsforschungsinstitute bezüglich Inflation und Wirtschaftswachstum, sollen auch der enorme Belastungsanstieg durch mehrere zu bewältigende Krisen, Basis für die Verhandlungen sein.

Ing. Christian Meidlinger
younion Vorsitzender

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Team Gesundheit bei Bundespräsidenten Van der Bellen

Zum Nationalfeiertag waren Representant*innen des großen Team Gesundheit bei Bundespräsidenten Van der Bellen eingeladen und konnten sich mit ihm und seiner Gattin austauschen.

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Dabei bildeten die Anwesenden einen guten Querschnitt aus Gesundheits- und Krankenpflege, Medizin, Therapie, Verwaltung, Technik, Betriebspersonal aus den Kliniken und Pflegewohnhäusern ab. Der Bundespräsident und seine Frau nahmen sich Zeit und hörten sich die Anliegen, Bedürfnisse und Sorgen an, die von den Kolleg*innen eindringlich geschildert wurden. So konnten die Mitglieder des Team Gesundheit aus den unterschiedlichen  Bereichen wie ZNA, Unfallchirurgie, Urologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lehre, Geriatrie, Einkauf, Fuhrpark, Technik ihre Anliegen an oberster Stelle vortragen. Sie taten dies offen und geradeheraus, ungeschönt.

Die Schilderungen wurden mit Betroffenheit und Anteilnahme vom Präsidenten entgegen genommen und zugesagt, diese auch an zugehörige Stellen so zu übermitteln.

Dabei kamen auch alle 30.000 Menschen, aus über 70 Nationen und über 120 Berufen  zur Sprache, es wurden jene erwähnt die parallel dazu Dienst versehen und es wurde darauf verwiesen wie wichtig die Teams und der Zusammenhalt sind.

Insgesamt eine Geste der Wertschätzung und des Respekts für das ganze Team Gesundheit an diesem wichtigen Feiertag.

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Beschäftige werden wie Zitronen ausgequetscht!

Haltung des Ministeriums zu Schwerarbeit für Gesundheits- und Pflegekräfte ist Schlag ins Gesicht der Beschäftigten!

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Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, und Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft („Team Gesundheit“), sind schockiert über die Stellungnahme des Gesundheitsministeriums zur im März 2022 eingereichten parlamentarische Bürger*innen-Initiative „Achtung Gesundheit! – Es ist 5 nach 12: Gemeinsam fordern wir gute Arbeit und faire Bezahlung für alle im Gesundheit- und Langzeitpflegebereich!“.

Die Initiative stellte eine der zahlreichen Aktionen der „Offensive Gesundheit“, ein Zusammenschluss aller zuständigen Fachgewerkschaften, der Arbeiterkammer sowie des ÖGB, dar. Mehr als 85.000 Menschen unterzeichneten die parlamentarische Bürger*innen-Initiative.

Nun hat das Gesundheitsministerium auf die Initiative reagiert. Als Antwort auf den Ruf nach einer Schwerarbeiter*innen-Regelung für Gesundheits- und Pflegeberufe schreibt eine Vertreterin des Ministeriums wortwörtlich: „Eine generelle Einbeziehung aller in der Pflege beschäftigten Personen in die Schwerarbeitspension erscheint nicht sachgerecht, da der Schweregrad der Arbeit im Pflegebereich oft sehr unterschiedlich ist. Die Schwerarbeitspension soll einen begünstigten Pensionsantritt für jene Menschen ermöglichen, die tatsächlich Schwerarbeit leisten.“

„Wenn die Verfasserin wirklich das meint, was sie geschrieben hat, dann hat man im Ministerium schlichtweg keine Ahnung vom Arbeitsalltag in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Es ist ein Grundrecht, dass jene, die sich der Gesundheit der in Österreich lebenden Menschen verschreiben, in Würde und unter Erhalt ihrer eigenen Gesundheit ihr Arbeitsleben absolvieren“, führt Reinhard Waldhör aus.

Und weiter: „Stattdessen bleibt vielen Beschäftigten am Ende ihres Arbeitslebens nur der Gang vor das Arbeits- und Sozialgericht, um ihren Anspruch auf Schwerarbeitspension zu wahren. Dabei erleben sie entwürdigende Befragungen und Zahlenspielereien, die mit der Realität nichts gemein haben.“

Edgar Martin: „Da werden bei Gericht dann plötzlich Kalorien gezählt, obwohl eigentlich jeder von den hohen psychischen und physischen Belastungen, des Schicht- und Wechseldienstes, der dauerhaft abverlangten Flexibilität und der fehlenden Planbarkeit von Beruf und Familie weiß. Ganz zu schweigen von den immer häufiger werdenden Attacken auf das Personal.“

Martin führt ein rechtliches Problem an: „In den Vorgaben zur Erlangung des Schwerarbeiter*innen-Status steht, dass mindestens 15 Dienste im Monat absolviert worden sein müssen. In der Pflege sind aber Dienste zu zwölf Stunden und mehr üblich. Machst du also ‚nur‘ 14 lange Dienste zu zwölf Stunden, hast du trotzdem nicht die Vorgabe erfüllt. Wenn es nicht so ernst wäre, wäre das lächerlich.“

Martin abschließend: „Die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegedienst werden zur Zeit ausgequetscht, wie Zitronen. Und dann erklärt ihnen das Ministerium, dass sie eigentlich gar keine Schwerarbeit leisten.  Das ist nicht hinnehmbar“

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Vom Portier bis zum Primar - den Kliniken geht das Personal aus

„Mehr als einhundert Berufsgruppen arbeiten wie Zahnräder zusammen, um die hohe Qualität der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Doch es fehlt an allen Ecken und Enden an Personal. Stellen Sie sich vor, es könnten in Kliniken keine Röntgenaufnahmen, CT´s oder MRT´s mehr durchgeführt werden, weil Radiologie-TechnologInnen fehlen. Oder, dass keine Geburtshilfe mehr möglich ist, da es an Hebammen mangelt. Das sind nur einige Beispiele von vielen Berufsgruppen, in denen sich derzeit kaum Nachwuchs findet. Die Leistungen von unseren Kolleginnen und Kollegen können nur noch mit enormer Kraftanstrengung und vielen Überstunden erbracht werden!“, weist Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, auf den enormen Personalengpass im Gesundheits- und Pflegebereich hin.

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Dies bekräftigt auch Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II („Team Gesundheit“) in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Davon sind auch jene Berufsgruppen betroffen, an die man nicht sofort denkt, wenn es um die Gesundheitswelt geht. KöchInnen, alle Gruppen von Handwerksberufen und TechnikerInnen, aber auch Verwaltungspersonal sind derzeit kaum zu finden, aber wichtige Bausteine in der täglichen Versorgung hinter den Kulissen! Die verbleibenden MitarbeiterInnen in allen Bereichen werden zur Aufrechterhaltung des Systems ausgepresst wie Zitronen. Immer mehr Leistung verteilt sich auf immer weniger Schultern – dieses System hat ein klares Ablaufdatum.“

Die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft übergab Gesundheitsminister Rauch bereits vor Wochen eine „Mangelberufsliste Klinik und Pflege“. Nun müssen Taten folgen: „Immer häufiger werden KollegInnen von privaten Firmen mit attraktiveren Lohn- und Arbeitsbedingungen abgeworben – die Situation gleicht mittlerweile dem Transfermarkt im Sport!“, kritisiert Waldhör.

Auch Edgar Martin hält abschließend fest: „Es geht nur mit dem altbewährten Dreiklang – Interessierte für die Ausbildungen gewinnen, neue KollegInnen rekrutieren und die bestehenden halten – aber unter fairen und gesunden Bedingungen. Aktuell sind wir alles andere als anziehend.“

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ACHTUNG GESUNDHEIT!

 

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14.500 Teilnehmer*innen bei österreichweiten Protesten des Gesundheits- und Pflegepersonals
Deutliches Zeichen an die Bundesregierung rasch zu handeln

In ganz Österreich fanden heute, Donnerstag, Proteste des Gesundheits- und Pflegepersonals statt. Getragen wurden die Kundgebungen von der „Offensive Gesundheit“, einem Zusammenschluss der Gewerkschaften younion, GÖD Gesundheitsgewerkschaft, gpa, vida, der Wiener Ärztekammer, der Arbeiterkammer und des ÖGB.Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft („Team Gesundheit“): „Alleine bei der großen Demonstration in Wien haben 10.000 Teilnehmer*innen der Bundesregierung lautstark klar gemacht, dass jetzt schnell etwas weitergehen muss. Und das nicht nur in der Pflege. Von Ankündigungen alleine haben die Beschäftigten auch nichts. Sie wollen endlich Verbesserungen im Gesundheits- und Pflegebereich, nicht nur leere Versprechungen. Die Bundesregierung muss liefern – pronto!“

Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft: „Die großen Kundgebungen im gesamten Bundesgebiet haben eindrucksvoll gezeigt, wie dringlich die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitswesen auf namhafte Reformen warten! Verbesserung bei den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sind alternativlos und müssen dringend angegangen werden. Es ist höchst an der Zeit, dass sich Gesundheitsminister Rauch mit den Sozialpartnern an einen Tisch setzt. Die Menschen in den Pflege- und Gesundheitsberufen lassen sich nicht mehr mit reinen Ankündigungen abspeisen, das dokumentieren auch die mehr als 74.000 Unterschriften unter der parlamentarischen Bürgerinitiative ‚Achtung Gesundheit!“

„Die Pflege ist ein Intensivpatient, dem heute von der Bundesregierung die Verlegung auf die Normalstation in Aussicht gestellt wurde. Jetzt geht es darum, mit vereinten Kräften dafür zu sorgen, dass dieser Genesungsprozess gelingt“, kommentiert ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. „Den Worten müssen rasch Taten folgen. Die angekündigten Schwerpunkte mehr Lohn und Gehalt, mehr Urlaub und bessere Ausbildung sind zentrale Forderungen der Gewerkschaftsbewegung, aber es kommt wie immer auf die Umsetzung an. Wir werden genau hinschauen und weiter Druck machen, wenn es um Fairness für die Beschäftigten geht!“

AK Präsidentin Renate Anderl sagt: „Wir hören schon seit Jahren von Reformen, wir hören seit Jahren, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Pflege ist. Während der Corona-Krise hat es fast täglich Lobeshymnen auf das Pflegepersonal gegeben. Viel zu lange sind diesen schönen Worten keine Taten gefolgt. Schon lange liegt vieles im Argen: geschlossene Abteilungen in Spitälern, verschobene Operationen und Therapien, leerstehende Betten in Pflegeheimen und lange Wartelisten für mobile Betreuung und Pflege. Gerade heute hat die Bundesregierung ein Pflegepaket vorgelegt – endlich! Es geht in die richtige Richtung, am Ziel sind wir damit aber noch lange nicht. Deshalb stehen wir heute hier in Wien, aber auch in Klagenfurt, Graz, Innsbruck, Linz, und untermauern unsere Forderungen: bessere Arbeitsbedingungen, Einkommen, Ausbildungsbedingungen – und Einbindung bei der konkreten Umsetzung des Pflegepakets.“

„Der gewerkschaftliche Druck hat sich ausgezahlt. Die Bundesregierung musste sich bewegen, auch wenn das zuständige Ministerium sich viel zu lange Zeit gelassen hat. Die Pandemie hat auf die Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegebereich ein zusätzliches Brennglas geworfen. Die Probleme – Stichwort Personalnotstand – liegen weiter zurück. Es braucht nachhaltige Veränderungen, und das nicht nur in der Pflege. Das Paket kann also nur ein erster Schritt sein, den wir gut finden. Es müssen aber weitere Schritte und Investitionen für alle Bereiche des Gesundheitssystems folgen. Und eines ist auch klar: Bisher sind auf Worte der Regierung nie Taten gefolgt. Die angekündigte Milliarde muss für die Kolleginnen und Kollegen auch zu spüren sein. Wir werden genau hinschauen und wenn notwendig, auch weiterhin dafür auf die Straße gehen“, sagt auch Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida.

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: „Mit dem jetzt vorliegenden Paket ist der erste Schritt der Pflegereform getan. Sie ist das Ergebnis jahrelangen gewerkschaftlichen Drucks. Jetzt gilt es, Verbesserungen für den ganzen Gesundheitsbereich zu erreichen.“

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PROTESTAKTION „Achtung Gesundheit!“

 

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Am 12.5.2022 demonstrieren wir für unsere Gesundheit. Denn das gesamte Personal im Gesundheitsbereich und der Langzeitpflege ist aufgrund von Personalknappheit sowie unzumutbaren Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen seit Jahren überlastet.

Gemeinsam werden wir laut und stark für unsere Forderungen. Mit lauten Tönen und starken Texten unterstützt und dabei unser Special Guest aus Wien:

 

Demozug ab 15:00 Uhr,  Wien Mitte „The Mall“ (Landstraßer Hauptstraße)

Ab 16:30 Kundgebung und Konzert, Sigmund-Freud-Park (Votivkirche)

Beteilige dich solidarisch an der Aktion.

Unterstütze deine Offensive Gesundheit. Unterstütze die parlamentarische Bürgerinitiative:

Petition unterzeichnen

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Demo am 12.5.2022

Offensive Gesundheit: Demo am 12.5. „Achtung Gesundheit – für mehr Personal, gute Arbeit und faire Bezahlung“

Große Kundgebung am Tag der Pflege in Wien, mit Auftritt von Russkaja

„Wir sind echt stinksauer auf diese Bundesregierung! Seit Monaten hören wir nur Blabla, wenn es um die versprochene Gesundheits- und Pflegereform geht – aber passieren tut genau gar nichts. Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen einmal hören und sehen, wie wütend die Bediensteten im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich deshalb sind“, so kündigt Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft („Team Gesundheit“) im Namen der „Offensive Gesundheit“ eine große Demonstration an.

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Datum: 12.5.2022 (am offiziellen Tag der Pflege)

Für Journalist*innen:

Uhrzeit: 16.30 Uhr

Ort: Votivpark

Der erste Demozug trifft sich bereits um 15 Uhr bei Wien Mitte („The Mall“, Landstraßer Hauptstraße) und zieht dann durch die Stadt. Die Endkundgebung findet um 16.30 Uhr im Sigmund-Freud-Park (Votivkirche) statt. Dort tritt auch die Band „Russkaja“ auf, die die Anliegen der Beschäftigten lautstark unterstützt. „Das Konzert läuft für uns nach dem Motto – bevor wir fallen, fallen wir lieber auf. Damit übertönen wir das Schweigen der Verantwortlichen“, so Martin.

Die Kundgebung findet im Rahmen der „Offensive Gesundheit“ statt, einem Zusammenschluss der Gewerkschaften younion, GÖD Gesundheitsgewerkschaft, gpa, vida, der Wiener Ärztekammer, der Arbeiterkammer und des ÖGB. „Unsere Aktion ist nur ein Teil von vielen anderen, die an diesem Tag in ganz Österreich stattfinden“, erklärt die Offensive.

„Wie angespannt die Situation im Gesundheits- und Pflegebereich ist, zeigt auch unsere gemeinsame parlamentarische Bürger*innen-Initiative, die zurzeit läuft. Es gibt bereits mehr als 70.000 Unterschriften und kann noch bis in den Juni hinein unterzeichnet werden“, sagt Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und kündigt an: „Wir nehmen als GÖD-Gesundheitsgewerkschaft in großer Zahl an den Protestkundgebungen in Linz, Graz, Klagenfurt und Innsbruck teil! Unsere Teilnehmer*innen aus Niederösterreich und dem Burgenland werden bei der Demo in Wien dabei sein und laut sein! Der Gesundheitsminister muss spüren, dass es in Sachen Gesundheit und Pflege jetzt kein Verzögern mehr geben darf! Es braucht endlich Taten statt salbungsvoller Worte!“

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: „Es braucht für den Pflege- und Gesundheitsbereich endlich mehr Personal, mehr Freizeit und mehr Geld. Niemand braucht eine weitere Taskforce oder einen Masterplan, die Regierung muss endlich handeln!“

„Seit Jahren erzählen uns die Bundesregierungen von irgendwelchen Konzepten für den Gesundheits- und Pflegebereich, seit Jahren verschwinden diese in Schubladen und für die Beschäftigten ändert sich nichts. Wir fordern, mehr Personal, mehr Freizeit und mehr Geld. Das steht den Kolleg*innen und Kollegen einfach zu!“, sagt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida: „Koste es was es wolle, hieß es bei Wirtschaftshilfen. Ohne mit der Wimper zu zucken, wurden da Milliarden ausgegeben. Es braucht jetzt endlich die versprochenen Investitionen im Gesundheits- und Pflegebereich.“

Und Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV ergänzt: „Die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich haben wie die Löw*innen gekämpft. Jetzt ist es an der Zeit, dass man ihnen nicht nur durch Klatschen dankt. Wir werden am 12.5. richtig laut sein!“

Auch Patient*innen sollen Protest unterstützen

„Wir rufen auch alle Patient*innen zu diesem Protest auf, schließlich bekommen auch sie hautnah zu spüren, was durch die tatenlose Regierung angerichtet wird. Die Demo soll aber auch ein Zeichen der Auszubildenden sein. Gemeinsam mit allen Jugendorganisationen der Gewerkschaften dürfen wir den Zug anführen – denn die Auszubildenden sind die Zukunft. Damit sind es auch jene, die diese Handlungsfaulheit gleich von Anfang an zu spüren bekommen.“, sagt Sarah Kroboth, Referentin für Alle in Ausbildung in der Hauptgruppe II.

Die Offensive hat abschließend eine Bitte an Gesundheitsminister Johannes Rauch: „Sparen sie sich am Tag der Pflege Worte der Dankbarkeit und der Wertschätzung für die Beschäftigten. Wir wollen nur noch Taten sehen!“

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ACHTUNG GESUNDHEIT! – ES IST 5 NACH 12

Hier gibt es weitere Informationen zur Bürgerinitiative:

>>> HIER GEHT ES ZUR BÜRGERINITIATIVE BETREFFEND „ACHTUNG GESUNDHEIT! – ES IST 5 NACH 12 <<<

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Es ist 5 nach 12: Wir brauchen gute Arbeit und faire Bezahlung für alle im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich

Das gesamte Personal im Gesundheitsbereich und der Langzeitpflege ist auf Grund von Personalknappheit sowie unzumutbaren Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen seit Jahren überlastet, so dass ein systemkritischer Punkt bereits überschritten wurde. Wir fordern vom Nationalrat umgehend Maßnahmen zu beschließen, um die akute Krise im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege endlich zu beenden.

Sei dabei für deine gute Arbeit und faire Bezahlung!

Details und Informationen zur Parlamentarischen Bürgerinitiative auf Bundesebene:

Es ist 5 nach 12: Leere Betten in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie überlange Wartezeiten auf Leistungen mobiler Pflege- und Betreuung zeigen die Versorgungskrise aufgrund der akuten Personalnot auf.

Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung kann unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr gewährleistet werden!

Daher fordern wir:

  • Umgehend mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen und den Ausbau der Langzeitpflege, um die dringendst notwenigen Reformen, unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder, rasch umsetzen zu können.
  • Umgehende Besetzung vakanter Stellen im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich und eine zusätzliche Aufstockung des Personals.
  • Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege benötigt werden.
  • Umgehende Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung und verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung als Sofortmaßnahme (Stichwort: keine Nachtdienste allein!).
  • Existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden sowie Quereinsteiger:innen in den Gesundheits-, Betreuungs- und Sozialberufen.
  • Anerkennung von berufsbedingter Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen als Schwerarbeit sowie Einführung eines Überbrückungsmodells für Menschen die aufgrund permanenter Belastungen – insbesondere durch Nachtarbeit – ein Regelpensionsalter von 65 Jahren schwer erreichen können.
  • Flächendeckende Umsetzung der Nachtschwerarbeitsstunden im Krankenhaus sowie stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen.

Sei dabei für deine gute Arbeit und faire Bezahlung!

Wir sehen folgenden Regelungsbedarf auf Ebene der Bundeskompetenz:

Der Bund hat die Möglichkeit zur Steuerung der Änderungserfordernisse und zur Schaffung bzw. Änderung der erforderlichen rechtlichen sowie finanziellen Grundlagen zur Sicherstellung der Versorgung von Gesundheits- und Langzeitpflegedienstleistungen– wie insbesondere des Pflegefondsgesetzes, GuKG, KaKuG und bundesgesetzlicher Regelungen von Zweckzuschüssen – sowie die Genehmigung gemeinsamer Regelungen durch die Vereinbarungen gemäß Art. 15a B-VG.

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