Besoldung NEU

Unser Erfolg – Besoldung Neu

Seit dem Stichtag 01.01.2018 greift die neue Besoldungsreform und damit auch das Dienstrecht Neu für alle ab diesem Datum neu angestellten Bediensteten der Stadt Wien und damit auch für jene, die nach diesem Datum beim Krankenanstaltenverbund zu arbeiten beginnen. Die Besoldungsreform wurde durch VertreterInnen der Politik und der younion im Zeitraum von 2015 bis 2017 verhandelt. Ein langwieriger und überaus verantwortungsvoller Prozess, galt es doch hunderte verschiedene Berufe und den Umstand zu berücksichtigen, dass in ferner Zukunft über 60.000 Menschen in dieser Stadt ihr Gehalt zu den Konditionen der Besoldung Neu erhalten. Aus gewerkschaftlicher Sicht ist die Besoldungsreform ein wichtiger Schritt hin zu einer fairen, solidarischen und zeitgemäßen Besoldung.

So bereinigt die „Besoldung Neu“ die bisherigen Schwächen des alten Besoldungssystems. Was man wirklich tut, ist wichtig – nicht einzig, was man gelernt hat. In der alten Besoldung ist die Qualifikation, also die zuvor absolvierte Ausbildung, entscheidend für den Verdienst – egal was man aktuell tatsächlich an Tätigkeiten ausübt. Jetzt ist die Ausbildung nur mehr einer von mehreren maßgebenden Faktoren. Die Entlohnung orientiert sich primär an der ausgeübten Tätigkeit.

Bisher galt zudem: je länger man beschäftigt bleibt, umso besser verdient man. Man spricht in diesem Fall von einer Bezahlung nach dem sogenannten Senioritätsprinzip. Im Umkehrschluss bedeutet das niedrige Einstiegsgehälter, hohe Gehälter gegen Ende der Berufslaufbahn. Nachdem aktuell Lebenskonzepte wie „Ausbildung – Erwerbsleben – Pension“ massiv in Frage gestellt werden, stellt sich dieses Prinzip als nicht mehr zeitgemäß dar. Durch eine bessere Verteilung der Lebensverdienstsumme, einen flacheren Gehaltskurvenverlauf und höhere Einstiegsgehälter profitieren mit der Besoldung Neu gerade junge Menschen. Eben jene, die sich zu Beginn ihres Arbeitslebens ihre Existenz erst aufbauen müssen – sie benötigen Wohnraum, wollen eine Familie gründen, sich eventuell noch fort- und weiterbilden. Dazu benötigen sie ausreichende finanzielle Ressourcen, die im alten System fehlen. Zudem stellt die Besoldung Neu in Zeiten starker Personalknappheit auf dem Markt einen beachtlichen Attraktivitätsfaktor dar, um Fachkräfte zu gewinnen aber auch binden zu können.

Zulagen und Nebengebühren werden in den Funktionsbezug so weit als möglich integriert – dadurch wird das System gerechter, transparenter und nachvollziehbarer. So wird z.B. zum Einstieg ein Mindestlohn von 1670 Euro brutto erzielt, damit liegt man über dem Mindestlohn, der in Restösterreich bezahlt wird.

 

Aktuell wird die Besoldung Neu bis zum 31.12.2019 evaluiert, da gerade in der Anfangsphase noch der eine oder andere Stolperstein (z.B. bei der Zuordnung von Bediensteten) auftauchen kann. Das bedeutet für uns, dass sich aus diesem großartigen Erfolg „Besoldung neu“ zwei weitere Forderungen ableiten:

Ein freiwilliger Wechsel der Altbediensteten (sogenannte Optierung) nach eingehender, rechtssicherer Beratung, in die Besoldung Neu nach Ende des Evaluierungszeitraums.

Reform der bestehenden Besoldung bzw. der Besoldung Alt (läuft aktuell), um jenen, die nicht optieren würden, eine attraktivere Entlohnung bieten zu können.

 

Ihr Team Gesundheit mit Kämpferherz